Opposition und Regierung Venezuelas suchen Ausweg aus Krise

Die Regierung und Opposition Venezuelas unternehmen einen neuen Anlauf zur Lösung der tiefen Krise des Landes. Sie trafen am Freitag in der Dominikanischen Republik zu einer zweiten Gesprächsrunde zusammen. Ein erster Versuch im Dezember hatte keinen Erfolg gebracht. Beide Seiten erklärten damals, sie bräuchten mehr Zeit. Die Erwartungen der Bevölkerung sind gering.

© APA (AFP)
 

Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise, die Millionen Bürger in die Armut gestürzt hat. Lebensmittel sind knapp und durch die hohe Inflation können sie sich viele Venezolaner ohnehin nicht leisten. Die Opposition fordert von Präsident Nicolas Maduro, dass er humanitäre Hilfe aus dem Ausland annimmt. Die Regierungskritiker verlangen zudem die Freilassung von Hunderten politischen Häftlingen.

Die Regierung ihrerseits drängt die Opposition dazu, sich für die Aufhebung von Sanktionen einzusetzen, die im vergangenen Jahr von US-Präsident Donald Trump verhängt wurden. Sie lasten zusätzlich auf der am Boden liegenden Wirtschaft. Der Ölpreisverfall der vergangenen Jahre drückt massiv auf die Einnahmen des OPEC-Landes.

Die Gespräche leitet der Präsident der Dominikanischen Republik, Danilo Medina. Vertreter von Bolivien, Chile, Mexiko und Nicaragua sitzen ebenfalls mit am Verhandlungstisch. Einige der teilnehmenden Länder haben mit ihrem Rückzug gedroht, sollten dieses Mal keine Ergebnisse erzielt werden.

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