Tiroler Landesmuseen starten 2018 mit Migrations-Schwerpunkt

Die Tiroler Landesmuseen starten mit einem Schwerpunkt zum Thema Migration in das Jahr 2018. Vom 18. Jänner bis zum 18. Februar findet die Reihe "Forum Migration" im Ferdinandeum mit insgesamt über 60 Veranstaltungen statt, teilten die Landesmuseen am Donnerstag mit. Die Angebotspalette reicht von Kabarett, Musik und Performances bis hin zu Lesungen, Workshops, Diskussionen und Filmen.

 

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe am 18. Jänner bestreitet der Kabarettist Thomas Maurer. In seinem Programm "Tolerator" beschäftigt er sich mit Toleranz und Intoleranz in Sachen Religion, politischen Überzeugungen, Ernährung und vielem mehr.

"100 Jahre Republik Österreich. Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Migration, Flucht und Asyl" ist wiederum der Titel einer Tagung im Rahmen von "Forum Migration". Die in Kooperation mit dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT) und der Universität Innsbruck organisierte Konferenz soll am 23. Jänner mit Mark Terkessidis, deutscher Journalist, Autor und Migrationsforscher, einen besonders markanten und zugleich anregenden kritischen Auftakt setzen, hieß es.

Programmhighlights der Veranstaltungsreihe bilden die Performances von Künstlern wie Nezaket Ekici, Franz Wassermann oder Nicole Weniger. Die deutsch-türkische Künstlerin Ekici beispielsweise beschreibt mit ihrer Darbietung ihren eigenen performativen Werdegang in den letzten 20 Jahren. Sie rekonstruiert dabei die Reisewege, die sie während der weltweiten Aufführung von über 200 verschiedenen Performances zurücklegte. Dabei tauchen verschiedene Fragen zur Erfahrung der Mobilität und deren sozialen Konventionen auf.

Bei ihrer interaktiven Performance steht die Künstlerin laut den Landesmuseen auf einer weißen Plattform, von der aus sie ein Netz auf einer Holzplatte spinnt. Sie berichtet über ihre Arbeiten und flicht anekdotenhaft Erfahrungen aus verschiedenen Ländern ein. Das Publikum kann der Künstlerin dabei helfen, die Orte auf der imaginären Karte zu bestimmen. Während der Performance entsteht ein Objekt. Die Arbeit wurde bereits live in Bangkok, Curitiba, Stuttgart und Karlsruhe aufgeführt.

"'Forum Migration'" ist der letzte Teil eines mehrjährigen Projekts zur Migrationsgeschichte Tirols und bildet einen fulminanten, vorläufigen Abschluss", erklärte Landesmuseen-Direktor Wolfgang Meighörner. Mit dem Forum schaffe man einen "durchlässigen Übergang zwischen Museum und öffentlichem Raum" und unterstreiche so die Rolle des Museums als "dialogische Plattform", so Meighörner.

Kommentieren

Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (z. B. Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Was wir in diesem Forum nicht dulden: Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, Verhetzung, Diskriminierung in jedweder Form, Rassismus, Aufrufe zu Gewalt oder gar Selbstjustiz. Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer im Wiederholungsfall gesperrt. Zudem behalten wir uns die stundenweise oder völlige Schließung von Foren vor. Wir weisen Sie darauf hin, dass wir auch keine Links zu anderen Websites akzeptieren.
Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (z. B. Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name und Adresse) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.