Waldbrände wüteten weiter auf Korsika

Auf der Mittelmeerinsel Korsika wüteten am Sonntag weiter Waldbrände: Wie die Feuerwehr mitteilte, waren die Brände, die seit Donnerstagnacht etwa 20 Quadratkilometer Land vernichteten, noch nicht unter Kontrolle. "Die Flammen in Pietracorbara haben sich wieder stark entfacht", teilte die Feuerwehr mit.

© APA (AFP)
 

In der Gegend im Norden der Insel waren Hunderte Touristen in Notunterkünften untergebracht worden - sie konnten am Samstagmittag jedoch auf ihre Zeltplätze zurück. 200 Feuerwehrleute, ein Löschflugzeug und mehrere Hubschrauber waren im Einsatz, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Rettungskräfte flammten die Brände trotz einer Windstille wieder auf. "Zur Zeit gehen viele Notrufe bei uns ein", teilte die Feuerwehr mit. Demnach wurde bei den Feuern bislang aber niemand verletzt.

Auch im Westen der Insel dauerten die Brände an: 60 Rettungskräfte versuchten am Sonntag ein Feuer in der Nähe der Stadt Calvi zu löschen, das bisher 102 Hektar Waldfläche zerstörte. "Wir springen zwischen beiden Bränden hin und her", teilte die Feuerwehr mit.

Im Norden Korsikas waren wegen der sich ausbreitenden Flammen knapp tausend Menschen vorsorglich in Notunterkünfte gebracht worden. Bei der Mehrzahl von ihnen handelte es sich um Wanderer und Camping-Touristen. Sie konnten am Samstagmittag aber wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren.

Die Polizei nahm in der Nacht zum Freitag einen Mann unter dem Verdacht fest, in der 40.000-Einwohner-Stadt Bastia im Nordosten fünf Brände gelegt zu haben. Die Staatsanwaltschaft will Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Brandstifter einleiten.

Seit Mitte Juli sind der Süden Frankreichs und Korsika immer wieder von Waldbränden betroffen. Insgesamt wurden dabei mehr als 7.000 Hektar Land vernichtet.

Auch in Portugal kämpften insgesamt rund 1.800 Feuerwehrleute gegen zehn große Brände. In der Gegend um die Stadt Abrantes im Zentrum des Landes konnte ein großes Feuer, das dort seit Mittwoch wütete, unter Kontrolle gebracht werden. Mehr als 500 Feuerwehrmänner, fast 200 Löschfahrzeuge und drei Hubschrauber blieben aber sicherheitshalber in Alarmbereitschaft. Der zweite Großbrand bei Alvaiazere in der zentralen Region Leiria war am Samstagnachmittag ebenfalls unter Kontrolle.

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