Auffahrunfall auf Sommerrodelbahn im Salzburger Pinzgau

Bereits zum vierten Mal innerhalb von zwei Wochen hat sich am Samstag auf der Sommerrodelbahn am Maiskogel in Kaprun im Pinzgau ein Auffahrunfall ereignet. Eine 39-jährige Urlauberin aus Saudi Arabien war am Nachmittag am "Maisiflitzer" gegen eine vor ihr stehende Rodel geprallt.

© APA (Gindl)
 

Die Verletzte war nach dem Unfall ansprechbar und wurde von der Rettung ins Krankenhaus Zell am See eingeliefert. Der vor der Frau fahrende Rodler fuhr nach dem Zusammenstoß weiter und konnte noch nicht ausgeforscht werden.

Schon am 27. Juli, am 2. August und am 10. August war es zu Kollisionen auf der Strecke gekommen. Bei bei den jüngsten vier Unfällen am "Maisiflitzer" waren dabei stets Touristen aus dem arabischen Raum beteiligt. "Die Häufung hat wohl damit zu tun, dass gerade jetzt so viele Besucher aus dieser Region bei uns sind", sagte Albert Rattensperger von der Maiskogel Betriebs AG am Sonntag zur APA.

Zwar würden Hinweisschilder und Info-Videos die Gäste über die Benutzungsregeln auf der Strecke informieren - auch in arabischer Sprache. "Obwohl es auf der Bahn verboten ist, filmen aber viele mit ihrem Handy oder machen Fotos und sind dadurch abgelenkt. Dann bemerken sie nicht, dass vor ihnen jemand gebremst hat oder langsamer wird", sagte Rattensperger. Die Bahn sei technisch so ausgerichtet, dass eine Rodel auch bei der Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h binnen weniger Meter zu Stillstand kommt, wenn die Bremse aktiv gezogen wird.

Zugleich sei man bemüht, die Anlage ständig nachzurüsten. Anfang August 2015 war ein 14-jähriges arabisches Mädchen tödlich verunglückt, nachdem es in einer leichten Kurve aus ihrem Schlitten kippte. Das Urlauber-Kind dürfte sich damals selbst abgegurtet haben, um die Fahrt besser mit ihrem Handy filmen zu können. "Als Reaktion haben wir damals bei der Gurtverriegelung nachgerüstet. Ein Abschnallen während der Fahrt ist seitdem nicht mehr möglich", erklärte Rattensperger.

Der "Maisiflitzer" ist eine allwettertaugliche Rodelbahn mit einer 1.300 Meter langen Abfahrt. Die Attraktion zog zuletzt über das Jahr rund 180.000 Besucher an.

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