Acht Tote bei Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias

Bei einem Selbstmordanschlag im Nordosten Nigerias sind am Montag mindestens acht Menschen getötet worden. Eine Frau habe sich am frühen Morgen in einer Moschee in Maiduguri in die Luft gesprengt, teilte die Katastrophenschutzbehörde mit. Dabei seien auch 15 Menschen verletzt worden.

 

Die Moschee sei von einer Miliz bewacht worden, erklärte der Chef der Behörde im Bundesstaat Borno, Ahmed Satomi. Die junge Frau sei von Einwohnern verfolgt worden, denen sie verdächtig vorgekommen sei. Als sie sich der Moschee näherte, forderten ihre Verfolger, dass sie abgesucht werden sollte. Daraufhin sei die Attentäterin in das Gotteshaus eingedrungen und habe ihre Sprengsätze gezündet.

Etwa zur gleichen Zeit wurden den Angaben zufolge zwei weitere Selbstmordattentäterinnen getötet. Sie wollten einen Graben überqueren, der den Ort Mammanti vor der Islamistengruppe Boko Haram schützen soll. Eine vierte Selbstmordattentäterin sprengte sich demnach versehentlich in dem Vorort Simari in die Luft.

Boko Haram setzt immer öfter Frauen und Mädchen als Attentäterinnen ein, die Kontrollposten, Moscheen, Märkte und Busbahnhöfe angreifen. Die Miliz kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden bereits mehr als 20.000 Menschen getötet und 2,6 Millionen in die Flucht getrieben.

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