Unter Trump deutlich mehr zivile Opfer im Irak und in Syrien

Die Zahl der zivilen Opfer bei Luftangriffen der Anti-IS-Koalition im Irak und in Syrien hat unter US-Präsident Donald Trump massiv zugenommen. Seit Trumps Amtsantritt 2017 seien bei Bombardierungen des US-geführten Bündnisses mehr als 2.200 Zivilisten getötet worden, hieß es Montag in einem Bericht der Journalisteninitiative Airwars auf der Nachrichtenseite "The Daily Beast".

© APA (AFP)
 

Das waren demnach im Durchschnitt mehr als 360 Opfer im Monat. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama seien in den beiden Ländern seit Beginn der Luftangriffe im August 2014 mindestens 2.300 Zivilisten getötet worden. Das entspreche etwa 80 Todesopfern im Monat.

Die hohe Opferrate sei zum Teil das Ergebnis der "brutalen Schlussphase des Krieges" mit Angriffen auf die dicht bevölkerten Städte Mossul im Nordirak und Al-Rakka im Norden Syriens, schreibt Airwars weiter. Aber es gebe auch Hinweise, dass unter Trump der Schutz von Zivilisten auf dem Schlachtfeld verringert worden sei. So habe Trump das US-Verteidigungsministerium angewiesen, bestimmte Einschränkungen beim Kampf gegen den IS auszuklammern.

Das US-Militär hat mehrfach erklärt, die Einsatzregeln unter Trump nicht geändert zu haben. Bei den Angaben von Airwars handelt es sich um Schätzungen. Die Initiative wertet dafür unterschiedliche Quellen aus, darunter Bilder und Angaben aus sozialen Medien.

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