Über 300 Organisationen fordern Klimabeschluss gegen Trump

Mehr als 300 zivile Organisationen haben die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer zu einem starken Zeichen für Klimaschutz aufgerufen. Auch ohne die USA sollten sie bei ihrem G-20-Treffen Anfang Juli in Deutschland am Pariser Abkommen festhalten, forderten sie.

© APA (AFP)
 

"Wir erwarten von den verbleibenden 19 Mitgliedern, dass sie ihre unumstößliche Verpflichtung zur umfassenden und konkreten Umsetzung der Maßnahmen aus dem Pariser Abkommen bestätigen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sogenannten Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs), die sie am Montag in Hamburg beim Civil20-Gipfel (C-20) an die deutsche Kanzlerin Angela Merkel übergeben wollten. Merkel ist amtierende Präsidentin der G-20 und am 7. und 8. Juli Gastgeberin des G-20-Gipfels in der norddeutschen Großstadt.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai einen Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen von Paris verkündet, mit dem der Ausstoß von Treibhausgasen gedrosselt und so die Erderwärmung gemindert werden soll. Schon beim G-7-Gipfel im italienischen Taormina hatten die westlichen Industrienationen im Mai keinen Konsens bei dem Thema gefunden. Erstmals in der 42-jährigen Geschichte dieser Gipfel wurde ein Dissens im Abschlussdokument festgeschrieben. Ein ähnliches Vorgehen fordern die NGOs jetzt auch für den G-20-Gipfel in Hamburg.

In ihrer Erklärung sprechen sich die Organisationen auch für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte, eine Reform von Handelsabkommen und eine Ausweitung der Entwicklungshilfe aus. "Die Welt hat noch nie eine so massive Ungleichheit gesehen", heißt es in der C-20-Erklärung. "Acht superreiche Individuen besitzen so viel wie die ganze untere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen." Zur C-20 zählen Organisationen aus aller Welt, die sich für Umweltschutz, humanitäre Hilfe, Frauenrechte oder auch Seuchenbekämpfung einsetzen.

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