Dossier
Unser Wahl-Special

Die Spitzenkandidaten im Video-Porträt

Mit welchen Inhalten wollen sie in die Wahl gehen? Was ist ihr Wahlziel? Was qualifiziert sie überhaupt für eine Kandidatur? Wir haben die sechs Spitzenkandidaten zu ihren Motiven in Kurzvideos befragt. Beigefügt sind auch wenig bekannte biographische Details und unbekannte Kinder- und Jugendfotos der Spitzenkandidaten.

So lange dauert es noch bis zu den Nationalratswahlen 2017:

 

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Kern

Quereinsteiger aus dem Gemeindebau

Christian Kern stammt aus dem Arbeiterbezirk Simmering, seine Eltern waren kleine Gewerbetreibende. In jungen Jahren war Kern bei den Grünen aktiv, erst später dockte er bei den Sozialdemokraten an.

Christian Kern, Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ), kommt am 4. Jänner 1966 in Wien zur Welt. Kern wächst im Arbeiterbezirk Simmering auf. Sein Vater, Rudolf Kern, ist gelernter Elektriker und nimmt im Laufe seiner beruflichen Karriere mehrere Jobs an. So repariert und verkauft er Waschmaschinen, später verdient er sich als Taxifahrer seinen Lebensunterhalt. Liselotte Kern, die Mutter des Bundeskanzlers, lebt immer noch in Simmering. Sie ist zunächst Sekretärin bei SKF und Nivea, ehe sie gemeinsam mit ihren Mann ein Milchgeschäft aufmacht. Kern stammt weniger aus proletarischen, eher aus kleinbürgerlich, kleingewerblichen Verhältnissen.

Christian Kern: Portrait

Christian Kern verbrachte nach eigenen Angaben eine idyllische Kindheit: Hier mit seiner Mutter und seiner älteren Schwester Andrea

privat

In jungen Jahren war Kern sportlich sehr aktiv. Aus dem Bubentraum, einmal Kicker zu werden, wurde leider nichts

privat

Kern mit seinem Vater, ein gelernter Elektriker, der Waschmaschinen reparierte und später ein Milchgeschäft in Simmering aufmachte

privat

Elternglück: Kern und Ehefrau Eveline mit der gemeinsamen Tochter Carla, die heute neun Jahre ist

APA/SPÖ

Am Rande der UNO-Versammlung joggt Kern mit Leibwächtern durch den Central Park in New York

(c) Andy Wenzel

Besuch der Salzburger Festspiele: Christian Kern mit Ehefrau Eveline Steinberger-Kern

APA/Neumayr

Perfekte Selbstinszenierung: Zum Auftakt der Fußball-WM postete Kern dieses Fotos aus dem Innersten des Kanzleramtes

Wenzel
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Kern wächst mit seiner älteren Schwester Andrea in einer Dreizimmer-Wohnung in Simmering auf. Nach der Volksschule geht er aufs Gymnasium in der Gottschalkgasse, wegen eines Zweiers in Deutsch und Schönschreiben müsste er eigentlich in die Hauptschule gehen, doch seine Mutter interveniert erfolgreich beim Direktor. Als Kind ist er bei der Katholischen Jungschar aktiv, später spielte er Fußball, Basketball und Tennis in diversen Sportklubs. Den Sommer verbringt er in seiner Jugend oft im elterlichen  Schrebergarten in Groß-Enzersdorf, im Winter fährt man auf die Tauplitz oder nach Bad Kleinkirchheim Schi. Mit 18 Jahren sieht er erstmals das Meer – in Jesolo, enthüllt Kern in der im Frühjahr erschienenen, von Robert Misik verfassten Biographie "Christian Kern, ein politisches Porträt."

Schon früh wird Kern politisch aktiv. Er ist Mitbegründer der Alternativen Liste Simmering bzw. der bundesweiten Grün-Alternativen Liste. Auf Betreiben des politisch bunten Urgesteins Günther Nenning wechselt er zu den Sozialdemokraten. 1989 wird er Spitzenkandidat der sozialistischen Studenten (VSStÖ), mit Weggefährten bringt  er das Magazin „Rotpress“ heraus, er wird deren erster Chefredakteur. Das Angebot, als Sportreporter bei der Arbeiterzeitung tätig zu werden und etwa die Königsetappe der Tour de France nach Alpe d'Huez zu begleiten, schlägt der begeisterte Radfahrfan aus. Er geht zum Wirtschaftspressedienst.

Kern heiratet früh, mit 22 Jahren ist er bereits Vater. Doch bald trennt man sich wieder, er wird Alleinerzieher seines Sohnes Nikolaus, seine erste Frau, Karin Wessely, ist immer noch Stadträtin in Mödling. Der Wiener arbeitet weiter an seiner politischen Karriere, 1991 wird er Assistent des SPÖ-Beamtenstaatssekretärs und späteren Klubobmanns Peter Kostelka. Drei Jahre werkt er als einflussreicher Pressesprecher im Nationalrat.

Doch den Simmeringer zieht es in die Wirtschaft und damit vorerst aus dem politischen Tagesgeschäft. Während SPÖ-Ikone Franz Vranitzky seinen politischen Hut nimmt, wechselt Kern 1997 zum Verbund, was den Beginn eines steilen Karriereaufstiegs markiert. Dort wird er Assistent des Vorstands, dann Marketingleiter und irgendwann selbst Vorstand. im Verbund lernt er auch seine jetzige Ehefrau, Eveline Steinberger-Kern, kennen.  Mit 44 Jahren wechselt der Simmeringer in den Chefsessel der ÖBB. Jahre später wird die Flüchtlingskrise quasi zu seinem Sprungbrett an die Spitze der heimischen Politik. Mit seiner unbürokratischen Abwicklung des Zustroms zeigt er wieder einmal politisch auf.

Als Werner Faymann beim legendären 1-Mai-Aufmarsch von den eigenen Genossen ausgepfiffen wird, geht es Schlag auf Schlag. Nicht zuletzt auf Betreiben des steirischen und des Kärntern SPÖ-Chefs Michael Schickhofer und Peter Kaiser, wird Kern - gegen den Willen des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl, der eher RTL-Manager Gerhard Zeiler favorisiert, - am 12. Mai 2016 zum neuen Parteichef der SPÖ gekürt. Seit 17. Mai 2016 ist er amtierender Bundeskanzler.

Der heute 51-Jährige ist in zweiter Ehe verheiratet und Vater von drei Söhnen und einer Tochter.

Kurz

Als Gymnasiast bereits Firmengründer

Sebastian Kurz wächst in einer Arbeitergegend in Meidling auf. Mit 16 will er bereits der ÖVP beitreten, doch man schlägt ihm buchstäblich vor der Nase die Türe zu.

 

Sebastian Kurz kommt am 27. August 1986 in Wien zur Welt. Sein Vater, Josef Kurz, ist HTL-Ingenieur, seine Mutter, Elisabeth Kurz, AHS-Lehrerin, er wächst  in einem besseren Plattenbau in Meidling auf.  Sein Vater, erzählt er später, habe in ihm die Neugier für die Welt der Wirtschaft entfacht, seine Mutter jene für die Welt der Sprache und der Bücher. Mit grünen Ideen habe er nie was am Hut gehabt.

Die Familie – Kurz ist Einzelkind – bewohnt eine kleine Wohnung, sein Vater ist vorübergehend arbeitslos, weil Opfer einer Kündigungswelle von Philips. Kurz besucht das Gymnasium in der Erlgasse, das Wochenende verbringt er auf dem großelterlichen Bauernhof im Waldviertel.  In der siebten Klasse gründet Kurz mit ein paar Schulkollegen im Rahmen eines Wahlpflichtfaches eine Firma. Der Geschäftszweck: Die Gymnasiasten betreuen gegen Geld Volksschulkinder, lernen und spielen mit ihnen. Kurz ist Geschäftsführer und Marketingleiter.

Sebastian Kurz: Portrait

Glückliche Kindheit in einfachen Verhältnissen im Wiener Arbeiterbezirk Meidling: Sebastian Kurz

privat

Kurz wollte schon mit 16 zur Jungen ÖVP, erst im zweiten Anlauf gelang es ihm

privat

Kleine Jugendsünde: Sebastian Kurz posiert auf dem Geilomobil vor dem Moulin Rouge in Wien

Auf dem Gipfel des höchsten Berges Europa, auf dem Montblanc: Kurz ist leidenschaftlicher Bergsteiger

Privat

Kurz mit seinem Entdecker: ÖVP-Obmann Michael Spindelegger holt das junge politische Talent  mit 24 Jahren bereits in die Regierung  - als Integrationsstaatssekretär

(c) EXPA / Michael Gruber (EXPA/ Michael Gruber)

Kurz im ersten Interview als Staatssekretär mit dem Innenpolitikchef der Kleinen Zeitung Michael Jungwirth

(c) Christian MUELLER (Christian MUELLER)

Beim Linzer Parteitag holt er erstmals seine Freundin Susanne vor den Vorhang, auch seine Eltern sitzen in der ersten Reihe

(c) APA/HANS PUNZ (HANS PUNZ)
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Der spätere Minister, erzählt der Geo-Lehrer, „hat damals in kurzer Zeit große rhetorische Fortschritte gemacht und bewiesen, dass er delegieren kann“. Dabei deutet er auf ein Foto, das den 16-jährigen Kurz im schwarzen Anzug mit oranger Krawatte vor seinen Mitschülern bei einer Präsentation zeigt. „Ich dachte eigentlich“, so der Geograf, „er geht einmal in die Wirtschaft.“

Legendär sein Einstieg in die Politik. Mit 16 ruft er bei der ÖVP in Meidling an und sagt, er wolle mitmachen. „Komm wieder, wenn du studierst“, soll man ihm geantwortet haben. Kurz gibt nicht auf, probiert es noch einmal bei der ÖVP - diesmal bei der JVP Innere Stadt. Deren Chef heißt damals Markus Figl. Er ist Großneffe des Staatsvertragskanzlers Leopold Figl und nimmt  Kurz unter seine Fittiche. Kurz macht schnell Karriere, bald wird Kurz Obmann der Wiener JVP - worunter sein Jusstudium, das er nie beendet hat, mitunter leidet. 2009 übernimmt der gewiefte Netzwerker, der mit ÖVP-Leuten wie Gernot Blümel und Michael Spindelegger das Fitnessstudio teilt,  die Bundesorganisation der Jungen ÖVP.

Der Aufstieg innerhalb der ÖVP geschieht rasant. Der Jus-Student ist gerade einmal 21 Jahr alt, als ihn die Partei auf die Kandidatenliste für die Nationalratswahl setzt. Den Einzug ins Parlament schaffte der Jungspund zwar nicht, dafür steigt er 2009, ein Jahr später, zum Obmann der Jungen ÖVP auf. Mit der Nacht-U-Bahn für Wien gelang ihm sogar ein beachtlicher Erfolg, der aber nicht ohne Peinlichkeiten auskam. Über die damalige Kampagne der Jungen ÖVP mit Plakaten wie „24h Verkehr für Wien“ mit einer schmachtenden Frau wird bis heute gelacht. Ebenso wie über Kurz' Aktion zur damaligen Wien-Wahl, als er „Geil-o-mobile“ durch die Stadt schickte. Kurz schaffte es dennoch in den Landtag.

2011 gelingt ihm mit gerade einmal 24 Jahren der Sprung in die Oberliga – dank einer mutigen Personalentscheidung des damaligen ÖVP-Chefs Michael Spindelegger. Der bestellt Kurz trotz zahlreicher Unkenrufe auf Grund seines Alters als Integrationsstaatssekretär, einem nicht unheiklen Bereich. Doch Kurz kann viele seine Kritiker mit seiner Arbeit überzeugen, er vermeidet Fehler. Mit 27 Jahren erklimmt Kurz die Ministerbank – ohne Studienabschluss oder außenpolitische Erfahrung. Die Unkenrufe wurden wieder lauter, doch auch davon schien sich Kurz nicht beeinflussen zu lassen.

 

In der Flüchtlingskrise wird der ÖVP-Star zum Mahner und beansprucht bis heute die erfolgreiche Schließung der Balkanroute für sich. Außerdem meldet sich Kurz regelmäßig mit medienwirksamen Sagern zu Migration und Türkei zu Wort. Als Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) im Mai diesen Jahres das Handtuch wirft, lasten alle ÖVP-Hoffnungen auf ihn. Er erklärt sich zur Führung bereit, fordert dafür aber Durchgriffsrechte ein, die vor ihm noch kaum ein ÖVP-Chef bekommen hätte. Die Partei stimmt zu, Kurz wird Chef und Spitzenkandidat für die Wahl.

 

 

Strache

Eine harte Kindheit in der Landstraße

Heinz-Christian Strache durchlebt eine schwierige Kindheit. Sein Vater verlässt bald nach der Geburt die Familie, mit sechs Jahren wird Strache ins Internat gesteckt. Es hätte nicht viel gefehlt, er hätte eine Fußballkarriere eingeschlagen.

 

Heinz-Chistian Strache kam am 12. Juni 1969 in Wien zur Welt. Seine Mutter, Marion Strache, arbeitet als Drogistin, sein Vater Heinz Roland Strache ist Künstler, Reiseleiter und Weltenbummler und verlässt die Familie, als Strache drei Jahre alt ist.  "Einen Vater in dem Sinne gab es für mich nicht", erklärt Strache in der von Claudia Reiterer und Nina Horaczek 2009 verfassten Biographie über den späteren Parteigründer. In den neunziger Jahren versucht Strache den Kontakt zu seinem Vater aufzunehmen, man trifft sich öfters, ehe 1999 der Kontakt komplett abreißt - auf Betreiben des Vaters, der übrigens im Lycee Francais in Wien maturiert hatte.

Strache wächst in der Keinergasse im dritten Wiener Gemeindebezirk Landstraße auf. Neben der Mutter wird er auch von den Großeltern und seiner Tante großgezogen. Den Sommer verbringt man in St. Kathrein am Hauenstein, der Waldheimat des steirischen Dichters Peter Rosegger, später fährt man auch nach Grado.

Väterlicherseits sind die Verwandtne Sudentendeutsche und stammen aus Reichenberg, die Urgroßeltern studierten an der Uni in Prag, die Familie flüchtete nach Wien, Urgroßvater Heinrich Strache stirbt 1945 als Zwangsarbeiter in Wien. Mütterlicherseits kommt die Familie aus Heidelberg, Großvater Erich Wild schließt sich im Kriege der Waffen-SS an und stirbt in den letzten Kriegstagen im Jahr 1945 bei Trier. Straches Mutter wächst auch ohne Vater auf, mit zehn Jahren ist sie Vollwaise, nachdem ihre Mutter an Krebs stirbt.

Heinz-Christian Strache: Portrait

"Bumsti war mein erster Spitzname", erzählt Heinz-Christian Strache

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Strache hatte keine leichte Kindheit. Der Vater verließ die Familie, als er drei war, bereits mit sechs Jahren kam er aufs Internat

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Junges Vaterglück: Mit seiner ersten Frau Daniela Plachutta, Stieftochter des Wiener Rindfleischkönigs, hat Strache zwei Kinder - Tristan und Heidi

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Dunkle Vergangenheit: In jungen Jahren hält sich Strache auch in rechtsextremen Kreisen auf. Hier bei einer Wehrsportübung, die er später als Paintball-Spiel zu verharmlosen versucht

(c) APA (Apa/Orf/Zib2)

Hochzeit in der Wachau: Mit Ehefrau Philippa Beck

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Politisches Vorbild war lange Zeit Jörg Haider, erst um Knittelfeld herum kam es zum Bruch. Haider spaltete 2005 sich ab, Strache übernahm die FPÖ

(c) APA (GERT EGGENBERGER)

Am Rande einer FPÖ-Veranstaltung in Wien: Strache mit seiner Ehefrau

(c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)
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Als Jugendlicher kommt Strache bereits in Berührung mit der Politik. Zwar sind die Eltern eher apolitisch, ein Onkel ist allerdings in der ÖVP aktiv, zwei entfernte Verwandte bei den Freiheitlichen. Straches Mutter kandidiert 2001 bei den Bezirksvertretungswahl in Wien-Landstraße auf Platz 37.

Strache durchlebt keine idyllische Kindheit. Im Alter von sechs Jahren kommt Strache in das Internat der katholischen Neulandsschule in Favoriten, nur am Wochenende darf er nach Hause zur Mutter. Mit zehn wechselt er zu den Schulbrüdern nach Strebersdorf, das Regime im Internat ist streng. Strache flüchtet sich in den Sport und spielt erfolgreich Schach (Zweiter in Wien mit 12), Fußball (Schülerliga), Tennis, Tischtennis (Siebenter in Wien), schwimmt und macht Judo (Vierter in der Wiener Jugendliga). Fußballerisch beginnt er bei der Austria, wechselt dann zum Sportklub, ehe er an Rapid verkauft wird.

Strache besucht die Handelsschule, beginnt dann eine Lehre als Zanhtechniker und macht nebenbei die Abendmatura. An der Abendschule kommt er erstmals in Kontakt mit den Burschenschaften, der schlagenden Vandalia, und in weiterer Folge mit rechtsextremen Zirkeln, darunter Gottfried Küssel, der Leiter der später verbotenen VAPO, und Franz Radl. Mit der Tochter des rechtsextremen Präsidentschaftskandidaten Norbert Burger ist Strache sieben Jahre liiert, Burger bezeichnet er später als "Vaterersatz." Viele Wochenenden verbringt er bei den Burgers in Kirchberg am Wechsel.  

Strache nimmt auch an von Burschenschaften organisierten Zeltlagern in Kärnten teil, wo er gemeinsam mit Neonazis an Übungen in militärischer Kleidung, mit Gummiknüppeln, Pumpguns und Gewehren teilnimmt. Später werden sieben Fotos veröffentlicht, Strache spielt die Wehrsportübungen als harmloses Paintball-Spiel herunter. Auch Kontakte zur rechten Szene in Deutschland (Fulda, Passau) sind polizeilich belegt, einmal wird er festgenommen, ein anderes Mal mit einem Schreckschussrevolver gestellt.

Beruflich geht es langsam aufwärts. Strache schließt seine Lehre als Zahntechniker ab und gründet ein eigenes Dentallabor in der Schwarzingergasse 6 in der Leopoldstadt. 1991 wird er zudem – mit 21 Jahren – Bezirksrat der Wiener FPÖ, zwei Jahre später FPÖ-Bezirksobmann in Wien-Landstraße. In den Gemeinderat schafft er es fünf Jahre später, 1999 wird er Landeswahlleiter im Nationalratswahlkampf. In diesem Jahr heiratet er auch Daniela Plachutta, Tochter des Wiener Gastronomen Ewald Plachutta. Die beiden Kinder Heidi und Tristan folgen. Nach weiteren Karrieresprüngen gelingt Strache sein erster großer Erfolg 2004: Mit 34 Jahren übernimmt er den Posten des FPÖ-Landesparteiobmanns in Wien. Doch zu dieser Zeit läuft es alles andere als rund in der Partei. Es gibt Abspaltungstendenzen, Strache spricht sich wiederholt für Haiders Rückkehr an die Parteispitze aus.
Doch 2005 wird die Kritik am ehemaligen Vorbild immer lauter, Strache legt daraufhin im Streit seinen Stellvertreterposten zurück. Die Spaltung in FPÖ und BZÖ wird vollzogen, die Partei verliert deutlich an Wählerstimmen. 2006 lässt sich Strache von seiner Frau scheiden, ein Jahr später tauchen Fotos aus dem Jahr 1989 auf, die den Politiker bei einem Treffen des Wiener Korporationsringes zeigen. Darauf zu sehen: Strache, in Tracht sitzend, mit drei erhobenen, gespreizten Fingern der rechten Hand. Manche Medien deutete das als „Kühnengruß“, eine Variante des Hitlergrußes, der in Österreich verboten ist. Der Wiener beteuerte, sich nicht an den Sinn der Geste erinnern zu können, es erinnere aber an eine Bestellung von „drei Bier“.

 

 Strache gelingt es dennoch, die Partei als Obmann wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen. Bereits 2008 gewinnen die Freiheitlichen mit 17,5 Prozent wieder den dritten Platz, und Strache emanzipiert sich endgültig von seinem langjährigen politischen Ziehvater Haider. Seither konnte die Partei stetige Stimmenzuwächse verzeichnen. Im vergangenen Herbst heiratete Strache das Model Philippa Beck in der Wachau, bei der Nationalratswahl im Oktober tritt der Politiker als Spitzenkandidat für die FPÖ an.

 

 

Lunacek

Eine Grüne aus tiefschwarzem Elternhaus

Ulrike Lunacek stammt aus einem schwarzen Elternhaus, ihr Vater war Molkereidirektor in Niederösterreich. Bei ihrem ersten Antreten verfehlte sie den Einzug in den Nationalrat. Lunacek ist eine deklarierte Lesbe.

 

Ulrike Lunacek kommt am 26. Mai 1957 in Krems zur Welt. Ihr Vater arbeitet im ÖVP-nahen Raiffeisenkonzern und steigt zum mächtigen  Molkereidirektor auf. Ihre Eltern, erzählt sie bei einer Feier zu ihrem 60. Geburtstag, die mit ihrer Kür zur grünen Spitzenkandidatin zeitlich zusammenfällt, haben zu Hause viel Englisch miteinandergesprochen, deshalb sei bei ihr früh die Neugier für die große weite Welt erwacht. Ihr Bruder leitet heute Restaurants in Graz und  Fürstenfeld.

Zur Schule geht sie in Amstetten und später in Wien in der Kleinen Sperlgasse. Mit 16 geht sie für ein Jahr in die USA, nach der Matura trampt sie mit dem Rücksack durch Südamerika. 1975 startet sie an der  Universität Innsbruck das Dolmetschstudium für Englisch und Spanisch. In Innsbruck engagiert sie sich für den Aufbau des Frauenhauses Innsbruck.

1984 übersiedelt sie nach Wien, zunächst als  Referentin für die Organisation Frauensolidarität in Wien, später als Redakteurin des Südwind-Magazins und als Pressereferentin des Österreichischen Informationsdienstes für Entwicklungspolitik (ÖIE). Dank ihrer Vielsprachigkeit ist sie oft auch beruflich auf Achse - 1994  bei der UNO-Konferenz für Bevölkerung und Entwicklung in Kairo oder bei der Weltfrauenkonferenz in Peking.

 

Ulrike Lunacek: Portrait

Weihnachtliche Familienidylle: Lunacek wächst in Krems auf

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Lunacek wird in jungen Leistungsschwimmerin und trainiert sogar im Kader

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Mit 16 geht sie ein Jahr nach Amerika, nach der Matura schnallte sie sich den Rucksack um und trampt durch Sudamerika

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Schon sehr früh tritt Lunacek für die Rechte von Schwulen und Lesben ein

APA/Herbert Pfarrhofer

Bei ihrem ersten Antreten 1995 verpasst sie den Einzug in den Nationalrat, ein Jahr später wird sie Bundesgeschäftsführerin der Grünen

AP/Hans Punz

Nur selten war die Welt so in Ordnung wie auf dem Bild: Mit Johannes Voggenhuber gab es heftige Rivalitäten bei der Listenerstellung für die EU-Wahlen

(c) APA (GERT EGGENBERGER)

Lunacek mit ihrer Partnerin Rebecca, die in Brüssel lebt und mit der sie noch nicht formell verpartnert, geschweige denn verheiratet ist

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Ihre Karriere in der Politik beginnt 1995 und damit zu einer schlechten Zeit für die Grünen. Als sie in diesem Jahr erstmals für die Grünen kandidiert, erlebt die Partei eine herbe Niederlage. Bei der Basisabstimmung beim grünen Bundeskongress tritt sie als Kandidatin des Schwulen- und Lesbenforums an und wirft sieben Rivalen aus dem Rennen. Wegen des schlechten Abschneidens am Wahlsonntag bleibt ihr  das Mandat verwehrt. Doch schon ein Jahr später wird sie als Nachfolgerin von Christoph Chorherr Bundesgeschäftsführerin und zieht 1999 für die Grünen in den Nationalrat als Abgeordnete ein. Dort macht sie sich vor allem für die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgender stark. Als außenpolitische Sprecherin sammelt sie Reiseerfahrung, was sie in Kombination mit ihrer Sprachgewandtheit auf ihre spätere Tätigkeit im Europaparlament vorbereitet.

Der Einstieg in die Europapolitik gestaltet sich schwierig, sie muss sich gegen den Platzhirsch der Grünen, Johannes Voggenhuber, durchsetzen. In einer Kampfabstimmung beim Grünen Bundeskongress setzt sich Lunacek gegen  Voggenhuber mit nur 54,7 Prozent durch. 2014 landet sie bei den EU-Wahlen mit 14,52 Prozent das beste, jemals von den Grünen auf Bundesebene erzielte Ergebnis. 

Im EU-Parlament kann sie sich schnell  einen Namen machen, seit 2013 ist sie Vizepräsidentin der Grünen Fraktion im EU-Parlament und Kosovo-Berichterstatterin. Ein fehlerloser Wahlkampf der fachlich versierten Politikerin bringt  den Grünen im EU-Wahlkampf 2014 deutliche Gewinne und ihr einen positiven Ruf auf EU-Ebene.

 

Trotz anfänglicher Querelen mit Silberrücken und Ex-Europaabgeordneten Voggenhuber erweist  sich die gebürtige Kremserin aber als Stabilitätsfaktor der Grünen. Nach ihrer Rückkehr nach Österreich als Spitzenkandidatin der Grünen pendelt die offen lesbische Politikerin zwischen Wien und Brüssel, wo ihre Lebensgefährtin Rebecca Sevilla lebt und arbeitet.

 

 

Strolz

Vom Bergbauernkind zum Parteigründer

Matthias Strolz, gebürtiger Vorarlberger, war immer schon ein rastloser Mensch: Schulsprecher, ÖH-Vorsitzender, Unternehmensgründer, ehe es ihn in die Politik verschlägt.

 

Matthias Strolz, Spitzenkandidat der Neos, kommt am 10. Juni 1973 in Bludenz zur Welt. Er wächst in Wald am Arlberg, einem Ortsteil der Gemeinde Dalaas im Klostertal auf. Sein Vater arbeitet in der Vorarlberger Textilbranche, seine Mutter ist Bergbäuerin. In seiner Autobiografie bezeichnet sich Strolz als Bergbauernkind, das gemeinsam mit seinen zwei älteren Schwestern am Hof anpacken muss. Seine Eltern vermieten auch Gästezimmer. Strolz geht in Bludenz aufs Gymnasium, zu der Zeit kommt dann noch ein Pflegebruder dazu. In jungen Jahren spielte er Klarinette bei der lokalen Musikkapelle, später wird er auch Schulsprecher. Nach der Matura studiert Strolz Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck, 1994 verbringt er ein Jahr in Dublin. 1996 wird er als Mitglied der ÖVP-nahen Aktionsgemeinschaft zum ÖH-Vorsitzenden an der Innsbrucker Uni gewählt.

 

Matthias Strolz: Portrait Matthias Strolz

Strolz wächst auf einem Bergbauernhof in Vorarlberg auf

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Auch später heißt es zu Hause immer wieder anpacken

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Nach seinem Studium war Strolz als Berater tätig. Er war einer der ersten Trainer von ÖVP-Chef Kurz, später war er Assistent von Nationalratspräsident Karlheinz Kopf

Kleine Zeitung/Gernot Eder

2012 gründet Strolz die Neos, immer dabei als Mentor, Unterstützer und Finanzier Hans-Peter Haselsteiner.  

(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)

Strolz ist der erste Parteigründer seit 1945, der auf Anhieb mit einer neuen Bewegung den Sprung in den Nationalrat schafft

KK

Mit seiner Ehefrau Irene, die als Malerin tätig ist und nur sehr selten in der Öffentlichkeit auftritt

VN

Für die jetzige Wahl holte Strolz Irmgard Griss an Bord, die bei der Bundespräsidentenwahl vor den Kandidaten von SPÖ und ÖVP auf Platz drei landete

(c) APA/HERBERT P. OCZERET (HERBERT P. OCZERET)
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Im Jahr 2000 erlangt Matthias Strolz zum einen die Befähigung zum geprüften Unternehmensberater, zum anderen wird er Trainee bei der Industriellenvereinigung, wo er nebenbei seit 1997 als freischaffender Trainer und Moderator arbeitet. Zugleich wird Strolz parlamentarischer Mitarbeiter des Vorarlberger ÖVP-Nationalratsabgeordneten Karlheinz Kopf. Im Jahr 2003 erlangt Matthias Strolz an der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt seinen Doktorgrad mit einer Dissertation zum Thema „Das Veränderungskonzept der Organisationsentwicklung in politischen Organisationen.“ Bereits 2001 gründet Strolz als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen ic2 consulting GmbH, seit 2008 ist er   geschäftsführender Gesellschafter der promitto GmbH. 2005 heiratet Strolz seine Frau Irene, er wird Vater von drei Töchtern.

 

Strolz beendet sein Unternehmertum im Oktober 2012 und entschließt sich dazu, eine neue Partei zu gründen. Die Neos werden in nur zwölf Montan aus der Taufe gehoben, finanziell unterstützt von Bauunternehmer Hans-Peter Haselsteiner, der ein paar Jahre für die Liberalen im Parlament saß und mehrfach Anti-FPÖ-Komitees (Nein zum Öxit, das gegen Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer gerichtet ist) aus der Taufe hebt. Das Gründungskonvent wählt Strolz zum Vorsitzenden, die Partei tritt bei der Nationalratswahl 2013 an.

Das Vorhaben gelingt - zur großen Überraschung der meisten Beobachter. Das Wahlbündnis mit dem Liberalen Forum überspringt die Vier-Prozent-Schwelle und schafft mit fünf Prozent den Einzug in den Nationalrat - auf Anhieb, eine österreichische Premiere. Neos und das Liberale Forum verschmelzen zur neuen Partei „Neos- Das Neue Österreich und Liberales Forum“.

Strolz hält sich seitdem an der Spitze der Partei. Er ist bekannt für hartes Arbeiten und schnelle, stakkatoartige Ansprachen mit zahlreichen sprachlichen Bildern. Nach monatelangem Umgarnen kann er  die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Irmgard Griss als Nummer zwei an die Partei binden. Gemeinsam treten sie bei den Wahlen im Oktober an - und zwar auf der Liste "NEOS - Das Neue Österreich gemeinsam mit Irmgard Griss, Bürgerinnen und Bürger für Freiheit und Verantwortung". 

 

 

Pilz

Pilz will es noch einmal wissen

Peter Pilz stammt aus tiefrotem Elterhaus. Sein Vater war Bürgermeister in der Hochofenstadt Kapfenberg, heute verschlägt es ihn am Wochenende immer wieder auf seine "Huam" unweit seiner Geburtsstadt.

 

Peter Pilz, das einstige Grüne Urgestein Peter Pilz will es auf eigene Faust noch einmal versuchen. Nach 31 Jahren als Mandatar der  Öko-Partei tritt Pilz nun bei der Nationalratswahl am 15. Oktober  mit einer eigenen Liste an. Der 63-jährige Steirer gilt nicht nur in Hinblick auf seinen Anspruch auf eine Politikerpension als Dinosaurier. Seit dem ersten  Einzug der Grünen in den Nationalrat 1986 (ÖVP-Chef Sebastian Kurz  war damals gerade erst geboren) war Pilz als Abgeordneter mit dabei - unterbrochen nur durch einen mehrjährigen Abstecher in den Wiener Gemeinderat. Von 1992 bis 1994 war er sogar Bundessprecher der Partei, die sich damals noch "Grüne Alternative" nannte.

 

 

Peter Pilz: Portrait

Ungewöhnliche Symbiose: Peter Pilz schrieb seine Dissertation bei Alexander Van der Bellen. Pilz holte später den heutigen Bundespräsidenten in die Politik

AP (RONALD ZAK)

Pilz war Band Prinz Pezi aktiv und gründete unter den Namen Old Pezihand und Trapper Gert die Band Lasso-Brüder

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Pilz mit seiner Ehefrau Gudrun und Innenminister Sobotka. Gudrun Pilz ist als Unternehmensberaterin in Wien tätig

(c) Sabine Hoffmann

Nachdem Pilz im Rennen um Listenplatz vier beim Grünen Bundeskongress unterlegen ist, gründet er eine eigene Bewegung, die Liste Peter Pilz

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APA/Roland Schlager
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Anlass für seinen Abgang von den Grünen war der Bundeskongress vor einem Monat. Dort ist er in der Abstimmung um den vierten Listenplatz dem Jugend-Kandidaten Julian Schmid unterlegen. Er lehnte es ab, für einen Listenplatz weiter hinten zu kandidieren, auch einen von der Parteiführung angebotenen Vorzugsstimmenwahlkampf schlug er aus. Stattdessen verkündete er seine Trennung von der Partei, die er mitbegründet hat. Den Eurofighter-Untersuchungsausschuss brachte Pilz, der sich selbst gerne als Aufdecker der Nation darstellte, für die Grünen noch zu Ende, dann zog er aus dem Parlamentsklub aus.

Für Pilz, der schon seit längerem einen Kurswechsel der Grünen verlangt und immer wieder quer geschossen hat, waren seine Nominierungen bei den Bundeskongressen schon in früheren Jahren Zitterpartien. Vor der letzten Nationalratswahl 2013 landete Pilz zwar knapp auf der Liste, musste sich aber aus dem Parteivorstand zurückziehen. Mit der früheren Parteichefin Eva Glawischnig verband ihn eine innige Feindschaft: Sie zeigte sich von seinen Alleingängen, aber auch seinem Machismo genervt - und seiner  Meinung, die Grünen müssten einen kantigen, linkspopulistischen Kurs fahren, um zu wachsen und die FPÖ herausfordern zu können.

Pilz' Verdienste sind dennoch unbestritten. Der vor allem von den Wiener Boulevardmedien geliebte Steirer agiert seit Jahren als Aufdecker im Kampf gegen Korruption und verfügt über beste Kontakte zu Polizei, Heer und Geheimdiensten. Immer wieder stand er sich damit aber auch selbst im Weg: durch seinen Hang zur Inszenierung und zur schnellen Pointe, seinem oft aufgesetzt wirkenden Verschwörerton und mit der inquisitorischen Tendenz, als Kläger und Richter gleichzeitig aufzutreten.

Seine  größte Rolle spielte der Bewohner einer Gemeindebauwohnung in Wien-Kaisermühlen als Vorsitzender des ersten Eurofighter-Ausschusses 2007. Dass er zehn Jahre später die Chance für einen zweiten nutzte und dafür auch ohne große Skrupel die FPÖ ins Boot holte, galt als weiterer Höhepunkt seiner Karriere, wurde aber auch schon als Versuch gewertet, noch einmal sein Nationalratsmandat zu retten. Erste öffentliche Sporen als Aufdecker hatte er sich in den Affären "Noricum" und "Lucona" verdient.

Ein weiterer historischer Verdienst Pilz' ist die Entdeckung Alexander Van der Bellens für die Politik. Der langjährige Grüne Parteichef und heutige Bundespräsident war Betreuer seiner Dissertation ("Ökonomische Bedeutung der Einführung neuer Medien in Österreich", 1983). Pilz brachte ihn zu den Grünen. Politische Anfänge hatte der gebürtige Kapfenberger und Hobbymusiker - es gab legendäre Vorweihnachtsauftritte als "Nick O'Low" - bei den Trotzkisten an der Universität, aber auch den Sozialdemokraten. Ein gewisser Michael Häupl schloss ihn damals aus dem Verband der sozialistischen Studenten aus.

Ob er für seine Musik, fürs Schwammersuchen, Fliegenfischen und Uhrensammeln nun mehr Zeit haben wird, sollte sich am 15. Oktober zeigen. Pilz sammelt Hamilton und Elgin-Uhren, wobei er das Design aus den 20er- bis 60er-Jahren am interessantesten findet und vor allem für Chronometer mit asymmetrischem Design schwärmt.

Pilz kam im Kapfenberg zur Welt. Seine Eltern sind gebürtige Wiener, sein Vater war Angestelltenbetriebsratsobmann bei Böhler. Er ging in Bruck aufs Gymnasium, wo er bereits mit 14 Jahren erste Streiks wegen NS-Entgleisungen von Lehrern organisierte. Mit 18 übersiedelte er nach Wien. Fast jedes Wochenende zieht es ihn jetzt wieder in seine alte Heimat, die alte ""Huam in St. Kathrein an der Laming hat er von seinem Vater geerbt. In Wien bewohnt er in Kaisermühlen im Goethehof die alte Gemeindebauwohnung, in der seine Mutter bereits aufgewachsen ist. Seine Ehefrau Gudrun arbeitet als Unternehmensberaterin. 

 

 

 

Impressum

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Redaktion: Michael Jungwirth, Günter Pichler, Christina Traar,Klaus Knittelfelder; Videos: Markus Leodolter, Kathi Almer; Quellen: BMI – Bundesministerium für Inneres, APA; Fotos: APA, AP, Fotolia, Kleine Zeitung, KK/privat, Müller; Technik: Erich Schicker; © Kleine Zeitung 2017