Dossier
Die Ausgangslage

Ausgangslage für die Nationalratswahl

Wie ist die Ausgangslage für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017? Verschaffen Sie sich einen Überblick. Hier finden Sie die wichtigsten Ergebnisse der letzten Nationalratswahl 2013 in einem Dossier zusammengefasst.

Foto © Fotolia. Das Parlament am Dr.-Karl-Renner-Ring in Wien

Nach dem Rücktritt von Reinhold Mitterlehner und der Übernahme der ÖVP-Parteiführung durch Sebastian Kurz am 14. Mai steht fest, dass 2017 neu gewählt wird. SPÖ, ÖVP und die Grünen treten mit neuen Spitzenkandidaten an, die bei der Nationalratswahl 2013 noch nicht besetzt waren. Wahlkampferfahrung haben hingegen Neos-Chef Matthias Strolz und als dienstältester Parteiobmann Heinz-Christian Strache (FPÖ). Ob die neuen Gesichter in den Parteien die Abwärtsspirale aufhalten können, wird man am 15. Oktober nach der Auszählung sehen. Bis dorthin wird es auf jeden Fall ein langer, aber auch spannender Wahlkampf.

Countdown zur Nationalratswahl 2017:

 

Prozente

Ergebnis 2013 in Prozent

Der Abwärtstrend für die beiden ehemaligen Großparteien SPÖ und ÖVP setzt sich auch 2013 fort. Dafür schaffen mit den Neos und Team Stronach (Frank) zwei neue Parteien den Einzug ins Parlament.

Das BZÖ – 2008 noch 10,7 Prozent – verfehlt mit 3,53 Prozent den Parlamentseinzug. Neu sind hingegen ab 2013 das Team Stronach (Frank) mit 5,73 Prozent und die Neos mit 4,96 Prozent.

SPÖ und ÖVP verlieren von 2002 auf 2013 zusammen insgesamt 28 Prozentpunkte. Wobei den größeren Verlustanteil die ÖVP mit minus 18,31 Prozentpunkten einfährt. Die SPÖ verliert im gleichen Zeitraum 9,69 Prozentpunkte. Davon profitieren die FPÖ (plus 10,5 Prozentpunkte) und die Grünen (plus 2,95 Prozentpunkte)

Stimmen

Ergebnis 2013 in Stimmen

Bei der Nationalratswahl 2002 können die beiden Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP zusammen noch 3,869 Millionen Stimmen gewinnen. 2013 sind es zusammen nur noch 2,384 Millionen. Das sind minus 1,485 Millionen Wählerstimmen.

Von den Verlusten der beiden „Großen“ profitieren die Oppositionsparteien FPÖ, Grüne, Frank (Team Stronach) und Neos, die 2013 zusammen 2,047 Millionen Stimmen erhalten. Auch das BZÖ wird 2013 noch von 165.746 Wahlberechtigten gewählt.

Mandate

Ergebnis 2013 in Mandaten

Teilen sich 2002 noch vier Parteien die 183 Mandate, so sind es 2013 sechs Parteien, welche Mandatare ins Parlament entsenden. Die Zahl der Abgeordneten von ÖVP und SPÖ schrumpft im Vergleich zu 2002 von zusammen 148 auf 99 nach der Wahl 2013.

Die Mandatsverteilung im Parlament hat sich seit 2013 durch Parteienwechsel oder Austritte verändert.

Am meisten kann davon die ÖVP profitieren, die nun vier Mandate im Nationalrat mehr hat. Seit der Wahl 2013 weniger haben: FPÖ –2, Frank –6, Neos –1. Unverändert bleibt der Mandatsstand bei der SPÖ und den Grünen.

Landkarte

Politische Landkarte Österreichs 2013

Die politische Bundesländer-Landkarte in Österreich teilt sich die SPÖ mit Mehrheiten in vier Bundesländern mit der ÖVP, die auch Mehrheiten in vier Bundesländern erzielt. Die FPÖ schafft 2013 eine Bundesländermehrheit – in der Steiermark.

Bei den Bezirksergebnissen können auch die Grünen zwei Erfolge verbuchen. In den beiden Landeshauptstädten Graz und Innsbruck schaffen sie die grüne Mehrheit. Die FPÖ hingegen kann in der Steiermark in drei Bezirken (Graz-Umgebung, Hartberg-Fürstenfeld und Leibnitz) eine Mehrheit erringen.

 

Wahlbeteiligung

Wahlbeteiligung im Vergleich

Die Wahlbeteiligung sinkt auch 2013 weiter. Von 6,384 Millionen Wahlberechtigten finden nur 4,782 Millionen Stimmbürger den Weg in das Wahllokal. Das bedeutet eine Wahlbeteiligung von 74,91 Prozent.

Die Wahlbeteiligung nimmt von 1995 (85,98%) auf 2013 um 11,07 Prozentpunkte ab. Bei der Nationalratswahl 2013 machen nur noch 74,91% der Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

 

 

Bundesländer

Bundesländerergebnisse

So schnitten die Parteien in den Bundesländern bei der Nationalratswahl 2013 ab. Amtliches Endergebnis 2013 in Prozent.

Foto ©

 

Impressum

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Text und Grafik: Günter Pichler; Quellen: BMI – Bundesministerium für Inneres, APA; Fotos: Fotolia, Kleine Zeitung; Technik: Erich Schicker; © Kleine Zeitung 2017