24. November 2014, 22:52 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 21.01.2013 um 13:56 UhrKommentare

Im Garten wird durchgeblüht

Kein Winterschlaf im Garten: Zwischen Eis und Schnee eröffnen bereits die ersten Winterblüher die Gartensaison 2013. Ein duftender Streifzug von Karl Ploberger

Foto © Fotolia: Irina

Jetzt ist der Winter wirklich eingekehrt. Die nicht ganz normale Wettersituation der letzten Wochen ließ bei dem einen oder anderen schon den grünen Daumen erwachen. Geht man mit offenen Augen durch den Garten, dann ist dort von Winterruhe ohnehin keine Spur. Es gibt einige Pflanzen, bei denen heißt es: Es wird durchgeblüht und dazu auch noch geduftet! Der Duftschneeball (Viburnum bodnantense) steht da ganz oben auf der Hitliste der duftenden Winterblüher. Vereinzelt öffnen sich die rosaroten Blüten bereits im Dezember, so richtig beginnt die Blüte aber dann Ende Februar.

Frostfrei

Im Topf kann man diese Pflanzen jetzt bereits in Gärtnereien und Gartencentern finden. Sobald der Boden frostfrei ist, wird an sonnigen bis halbschattigen Standorten in humoser Erde gepflanzt. Natürlich am besten dort, wo man oft "mit der Nase" vorbeikommt, denn nur dann kann der Strauch seine wahre Größe beweisen.

Die Heckenkirsche (Lonicera x purpusii) mit Früchten in Verbindung zu bringen, enttäuscht eher – dieser Strauch macht mit seinem Duft auf sich aufmerksam. Die ersten Blüten öffnen sich an milden Wintertagen. Weit sind die hellgelben, leicht rosa überhauchten Blüten zu riechen. Beginnt dann Ende Februar die Vollblüte, hüllen Duftwolken den Garten ein und locken die ersten Insekten an. Dieses Gehölz ist genügsam und steht am besten in einer Blütensträucherhecke.

Die Schneekirsche (Prunus subhirtella 'Autumnalis') ist kein Naturphänomen, für diesen Kirschbaum ist es normal, dass er im Winter blüht. Bei milder Witterung erscheinen die ersten Blüten bereits im Dezember.

Spätwinter

Die Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox) ist interessant, aber nicht ganz so frostfest. Sie beginnt meist im Spätwinter zu blühen, friert es aber noch einmal, dann gehen die Blüten zugrunde und man muss sich wieder ein Jahr gedulden. Freilich: Auch dieser vanilleähnliche Duft ist betörend. Am besten in nicht zu kalkhaltiger Erde pflanzen.

Die Zaubernuss (Hamamelis), von der es einige ausgesprochen duftende Sorten gibt, ist ebenfalls ein Blickpunkt im duftenden Wintergarten. Hier dominieren vor allem die gelben, orangefarbenen oder feuerroten Blüten. Der Winterjasmin ist für viele eine echte Überraschung. Die gelben Blüten dieses Klettergehölzes öffnen sich nach einigen milden Wintertagen bereits, im Spätwinter dann bilden sie einen wahren Wasserfall an blühender Pracht. Der Name "Jasmin" täuscht aber – hier sind die Blüten das Faszinierende und nicht der Duft.

"Wilde" Frühlingsboten, vom Schneeglöckchen bis zur Schneerose, vom Winterling bis zum Veilchen, sind nicht nur Frühstarter, viele dieser kleinen "Wilden" verströmen einen feinen Duft. Aber auch Primeln – dazu gehören auch die Schlüsselblumen – sind solche Frühlingsduftspender. Sie alle lieben Plätze unter Gehölzen in einem humosen Boden, der am besten mit einer dünnen Blattschicht bedeckt ist. Nach einigen milden und sonnigen Wintertagen öffnet sich bereits die eine oder andere Blüte. Im heurigen Winter hatten die Schneeglöckchen die Nase vorn.

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