19. Dezember 2014, 01:33 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 12.09.2012 um 14:04 UhrKommentare

Der Garten als Schule des Lebens

Garteln für Kinder wirkt nicht nur dem Verlust von "Naturerfahrung" entgegen, sondern wertet auch den "Lebensraum" Schule auf.

Foto © Fotolia: st-fotograf

Schule hat leider viel zu wenig mit dem Garten zu tun! Lesen, rechnen, schreiben - darüber brauchen wir nicht zu reden, das gehört dazu, genauso wie ein gutes Stück Allgemeinbildung. Für Biologie wird die Zeit schon knapp - sieht man sich die Stundenanzahl an: da steht der Mensch auf dem Lehrplan, da sind die Tiere und zu guter Letzt sollten auch die Pflanzen "gestreift" werden.

Tatsächlich gestreift, denn warum werden sonst die Augen vieler jugendlicher Besucher immer besonders groß, wenn ich mit ihnen durch meinen Garten gehe und so manches botanische Naturphänomen erkläre?

Botanische Naturphänomene erklären

Wie sonst wäre folgende Geschichte zu erklären: In einer Schule in Wien setzte ein Gärtner vor einiger Zeit in Eigeninitiative mit Volksschulkindern Erdäpfel in Töpfe und gab sie ihnen mit nach Hause. Sie sollten sehen, wie unsere Nahrung wächst. Bis nach einigen Wochen der Anruf einer Mutter kam, die fragte, wann sich denn im Blattwerk die Früchte bilden würden.

All jenen Lehrkräften ist zu danken, die in Eigeninitiative Schulgärten anlegen. Oft habe ich sie dabei schon unterstützt, gemeinsam mit Kindern und Eltern Beete bepflanzt, duftende Kräuterschnecken angelegt, deren Nutzen auch der gesunden Jause zugutekam, und gemeinsam von köstlichen Naschhecken im Beerenparadies geträumt.

Gesundes Naschen

Nicht zu vergessen die "Feiern im Hochbeet", jener in Mode gekommenen Beetvariante. Damit ist keine Wühlmausparty gemeint, sondern die großartige Idee, das Naschgemüse gleich vom Beet weg zu genießen.

Die Aufmerksamkeit ist mir jedes Mal sicher, wenn vom Abenteuer Garten erzählt wird - von den Kolonien von Blattläusen, von den Spinnennetzen, von den in der Sonne sich rekelnden Blindschleichen oder den Kröten im Teich, von Insektenhotels und den Verstecken für Ohrwürmer.

Eines ist gewiss: Ein PISA-Test ist rasch vergessen, die - ganz im Wortsinn - wachsende Begeisterung der Kinder sicher nicht. Ich selbst habe als sechsjähriger Bub mit dem Garteln angefangen und mit zwölf Jahren mein erstes Gewächshaus gebaut.

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