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Zuletzt aktualisiert: 11.08.2012 um 20:25 UhrKommentare

Eine wetterfühlige Blumenpracht

Endspurt bei der Blumenolympiade: Die Jury hat die Bewertung der Einzelteilnehmer abgeschlossen. Die Gemeindesieger stehen in Kürze fest.

Foto © KLZ/Elke Fertschey

Die Wetterkapriolen kann die Blumenjury der Kärntner Blumenolympiade heuer an Wuchs und Zustand der Blumen ablesen. Quer durchs Land ziehen sich Spuren der Unwetter, die so manchen Garten zerzaust haben. "Gar so viel ist heuer nicht da", umschreibt eine Hausfrau aus Bodensdorf betrübt die Situation, als die Jury vor der Tür steht. Selbst der Rasen sei heuer eine Katastrophe. Bei genauem Hinsehen entdeckt man mitten drin die Ackerhirse, die an heißen Tagen keimt.

Auch die Surfinien am Balkon eines romantischen Holzhäuschens, dessen Besitzerin ihren wunderschönen Design-Garten für die Kategorie 7a "Gartenparadiese" angemeldet hat, sind heuer nicht so prächtig wie sonst, stellt die Jury fest. Bei einem Landhotel in der Nähe hängen die Balkonprinzen auf der Wetterseite auch nicht so lang über die Brüstung wie üblich. In Bad Kleinkirchheim jammerten die Blumenolympioniken ganz besonders, als die Blumenjury zur Begutachtung kam. So viel Hagel wie heuer habe es noch nie gegeben. "Wir hatten Extremsituationen", weiß Seppi Egger von den Kärntner Gärtnern, nach ganzen vier Wochen Einsatz der Langstreckenläufer unter den Juroren.

"Erst war es sehr trocken, dann kam viel Regen, das verträgt keine Blume gut." Allerdings: Der grüne Daumen ist trotz aller Schäden sichtbar. Dort, wo die Blumen intensiv gepflegt werden, können ihnen die Unwetter nicht so viel anhaben. "Oft muss das Wetter als Ausrede herhalten", weiß Egger.

Eine Wetterfolge könnte heuer der starke Blattlausbefall sein. Besonders Millionbells und Surfinien haben darunter gelitten. Auch der Mehltau, ein Pilz, hat den Blumen heuer zu schaffen gemacht, hat Juror Christoph Glantschnig festgestellt. "Der starke Temperaturunterschied schwächt die Pflanze." Auch der neu eingeschleppte Buchsbaumzünsler brachte manchen Gartenfreund zur Verzweiflung.

Gestaltungselemente

Das Hochbeet hat sich als neuer Trend bestätigt. "Wahrscheinlich wollen die Gartenliebhaber mehr selber produzieren", meint Egger. Im Trend sei auch nach wie vor moderne Gartenarchitektur mit Gestaltungselementen wie Steinen, romantischen Figuren und Biotopen. "Besonders in Stadtnähe sieht man weniger Blumen und mehr Design." In den Gärten der jüngeren Generation wird immer mehr winterhartes Grün kunstvoll gepflanzt, hat Glantschnig festgestellt.

Offensichtlich sei überall die Motivation der Gemeinde, sind sich die 16 Jurymitglieder, die insgesamt rund 30.000 Kilometer zurückgelegt haben, einig. Je intensiver die Gemeinde die Blumenolympiade bewirbt, desto schönere Gärten gibt es.

In Kürze werden die Gemeindesieger veröffentlicht, die sich für den weiteren Aufstieg qualifiziert haben. Die Landessieger und Siegerinnen werden bei der Siegerehrung bekannt gegeben, die am 14. September in Pörtschach stattfindet. Da heuer alle Sieger der vergangenen Jahre teilnehmen durften, darf man auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen gespannt sein.

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