Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 19:43 UhrKommentare

75. Sachverhaltsdarstellung traf auch Ex-Chef Berlin

Durch Kreditvergaben soll ein Schaden von 95 Millionen Euro verursacht worden sein. Damit hat die notverstaatlichte Bank inzwischen Sachverhaltsdarstellungen, die zusammen 700 Millionen Euro überschreiten, eingebracht.

Foto © KLZ/Markus Traussnig

Das anzeigenrespektive Sachverhaltsdarstellungskarussell der notverstaatlichten Kärntner Hypo hat sich am Donnerstag zum 75. Mal gedreht, bestätigte ein Hypo-Sprecher einen entsprechenden Vorabbericht der Oberösterreichischen Nachrichten (Freitag) gegenüber der APA. Der ehemalige Vorstandschef der Hypo, Tilo Berlin, und drei weiteren Ex-Bankorganen wirft man vor, den Tatbestand der Untreue bei Kreditvergaben erfüllt und so einen Schaden von 95 Millionen Euro verursacht zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Zählt man die von der Hypo in den eingebrachten Sachverhaltsdarstellungen genannten Schadenshöhen zusammen, so komme man damit inzwischen im In- und Ausland auf mehr als 700 Millionen Euro, sagte der Hypo-Sprecher.

In der neuesten Sachverhaltsdarstellung geht es um eine kroatische Immobiliengesellschaft, der in der Zeit Berlins als Hypo-Chef Kredite in Höhe von 80 Millionen Euro gewährt wurden - ein von der CSI-Hypo aufgearbeiteter Fall, der nun offenbar aus Hypo-Sicht reif zur Anzeige war.

Die interne Untersuchung soll zutage gefördert haben, dass Berlin und drei weitere ehemalige Organe der Bank die Kredite nicht nach den üblichen Vorschriften vergeben hätten. Auch die Kreditrisikoabteilung hätte vor der Vergabe davor gewarnt.

"Die Schadenssumme beträgt 95 Millionen Euro", sagte der Bankensprecher. Er betonte, es handle sich nicht um eine Zivilklage. Die Hypo schließe sich nur als Zivilbeteiligte an, sollten die Behörden entsprechend vorgehen.

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