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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2013 um 05:10 UhrKommentare

Landesholding will Geld aus Haiders Erbe

Die Millionen aus dem "Birnbacher-Honorar" sollen zurückgeholt werden. Jörg Haiders Erben sind nun im Visier. Von Uwe Sommersguter

Foto © APA, Kärnten Werbung

Das so genannte "Birnbacher-Honorar", also jene sechs Millionen Euro, die die Landesholding an Steuerberater Dietrich Birnbacher bezahlte, könnte viereinhalb Jahre nach Jörg Haiders Tod dessen Erben einholen.

Dem Geständnis Birnbachers und dem - nicht rechtskräftigen - Urteil von Richter Manfred Herrnhofer zufolge seien ja maximal 300.000 Euro Honorar gerechtfertig gewesen. Der Rest - immerhin 5,7 Millionen Euro - jener sechs Millionen Euro, die im Zuge des Verkaufs der Hypo-Alpe-Adria-Bank an die BayernLB 2007 an Birnbacher floss, will sich die Landesholding nun als Schadenersatz zurückholen und damit sich und den Steuerzahler schadlos halten.

Erster Adressat für den Schadenersatz ist Birnbacher selbst, wie Landesholding-Vorstand Hans Schönegger der Kleinen Zeitung bestätigt. Sollte beim Villacher Steuerberater nicht die ganze Summe zu holen sein - wovon auszugehen ist -, würde von der Landesholding deren damaliger Aufsichtsratschef, Josef Martinz, haftbar gemacht werden. In die Pflicht genommen würden auch die Erben Jörg Haiders, der damals Aufsichtskommissär des Landes und Mastermind des Millionen-Deals war.

Auch Erben sind haftbar

Für Rechtsexperten ist die Sachlage eindeutig: Dass Jörg Haider im Oktober 2008 verstorben ist, mache keinen Unterschied, denn seine Erben können zivilrechtlich haftbar gemacht werden. Hätte gegen Haider ein Haftungsanspruch bestanden, gebe es diesen nun auch seinen Rechtsnachfolgern gegenüber. Kernstück des Nachlasses Haiders ist der 1600 Hektar große Forstbetrieb im Bärental.

Aus der Landesholding ist zu erfahren, dass nun rechtliche Schritte gegen die Erben des Vermögens Haiders erwogen werden. Schönegger hält sich bedeckt: "Zuerst schauen wir, was wir von Birnbacher bekommen - wenn wir hier nicht das ganze Geld erhalten, überlegen wir uns weitere Schritte." Landesholding-Aufsichtsratschef Werner Wutscher: "Birnbacher, Martinz und Haiders Erben haften zur ungeteilten Hand. Wir müssen alle Möglichkeiten prüfen" - natürlich auch gegen Haiders Erben.

Witwe Claudia Haider will dazu auf Anfrage der Kleinen Zeitung keine Auskunft geben. Josef Martinz ist gelassen: "Eine solche Forderung ergibt sich ja aus dem Urteil, dessen Weg durch die Instanzen abzuwarten ist."

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