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Zuletzt aktualisiert: 09.04.2011 um 21:43 UhrKommentare

"Nicht Masse, sondern Klasse"

Das zweite Jahrestreffen des Clubs der Freunde des Lipizzanergestütes Piber lockte gestern viele Mitglieder an. Eine Familie kam sogar aus Dresden.

Elisabeth Gürtler, Erwin Klissenbauer und Max Dobretsberger konnten gestern viele Mitglieder beim zweiten Jahrestreffen des Clubs der Freunde des Lipizzanergestütes Piber in den Prunkräumen des Schlosses begrüßen. Einige waren sogar aus Deutschland angereist, um aus erster Hand Neues über das "weiße Ballett" und dessen Kinderstube zu erfahren.

"Mittlerweile haben wir 21 Fohlen, darunter sind zwölf Hengste und neun Stutfohlen und erwarten noch zehn. Wir sind stolz auf diese Kinder, sie alle haben berühmte Väter", verriet Generaldirektorin Elisabeth Gürtler die aktuelle Geburtenbilanz. Momentan grasen 242 Pferde auf den Weiden in und um Piber, darunter 62 Stuten, 56 Junghengste und 74 Jungstuten. "Wir hatten schon bis zu 280 Pferde hier. Nicht die Masse, sondern die Klasse macht's", so Gürtler und lobte das gute "Material". "Ich gebe dieses Kompliment gern an alle hier im Gestüt weiter", bedankte sich Gestütsleiter Max Dobretsberger, der auch für die Dokumentation der Zucht mit dem Ursprungszuchtbuch verantwortlich ist. "Soeben wurde das Buch ,Der Lipizzaner im Spiegel der Wissenschaft' fertiggestellt. Das Werk wird morgen in Wien vorgestellt. Laut dieser Studie haben wir keine Probleme mit der Inzucht", sagte Dobretsberger.

Erwin Klissenbauer präsentierte mit Michaela Pfleger eine neue Marketing- und Tourismusleiterin und mit Harald Neukam einen neuen Obergestütsmeister, der Leo Weiss nachfolgte. Mit der Errichtung der Biogasanlage klemmt es noch, weil die Fördermittel ausgingen und bei der Überdachung des Schlosshofes, die vom Land großzügig unterstützt wird, fehlt die Zustimmung vom Bundesdenkmalamt.

Heuer rechnet man mit mehr Besuchern - "wir sind auf 51.000 zurückgefallen, das wollen wir steigern. Wir tun alles dafür", meinte Gürtler, die sich einen enormen Werbeeffekt von den vielen TV-Produktionen in Piber erhofft. Die erste Folge von "Das Glück dieser Erde" brachte es immerhin auf 536.000 Zuseher.

Die heurigen Veranstaltungen - von der Muttertagsgala am 7. Mai über diverse Turniere bis hin zur Herbstparade - bieten Pferdefreunden einen guten Grund nach Piber zu kommen. "Nach der Herbstparade laden wir zu einem Lipizzanerkulinarium ins Schloss. Der Erlös kommt zur Gänze Piber zugute", ließ sich Gürtler wieder eine zusätzliche Einnahmequelle einfallen.

Der Rubel soll auch bei diversen Tourneen im Ausland rollen: "Wir waren schon in Paris und treten heuer erstmals im Rahmen eines Staatsbesuches in Moskau auf. Das wird von Sponsoren bezahlt, es fließt kein Steuergeld", stellte Gürtler klar. "Ich glaube, dass wir heuer geschäftlich ein erfolgreiches Jahr haben werden."

Bei der Gestütsführung mit Harald Neukam zeigten sich die Besucher von den Stuten und Fohlen entzückt.

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