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Zuletzt aktualisiert: 03.11.2010 um 20:30 UhrKommentare

Welke Blätter für Blumen

Aus Laub, das in den Städten von Gehsteigen und Parkplätzen gefegt werden muss, entsteht - nach Weiterverarbeitung - hochwertige Erde.

Foto © APA

Herbstzeit ist Laubzeit: Die Bäume sorgen dafür, dass sich Blätter wie Teppiche auf Gehsteige, Straßen, Parkplätze und Wiesen legen.

"In Voitsberg fallen jährlich zwischen 14 und 16 Tonnen Laub an, insgesamt haben wir pro Jahr 140 Tonnen Kleinschnitt- und Rasenmähabfälle zu entsorgen", erklärt Günther Friedrich, Leiter des Bauhofs Voitsberg. Acht Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Stadt laubfrei ist. Dies geschieht teilweise maschinell, teilweise händisch mit Stahlbesen.

Auch in Bärnbach fallen Unmengen Laub an: "2009 hatten wir 181 Tonnen Grünabfall, sowohl Laub, als auch Grünschnitt", so Wolfgang Bregar, Leiter des Bauhofs. Sechs Mitarbeiter sind im Einsatz und sammeln das Laub in den Parkanlagen zusammen, es wird aber auch maschinell mit Saugern und einem Rasentraktor gearbeitet.

Fünf Mitarbeiter haben in Köflach die Aufgabe, Spielplätze, Parkanlagen und andere Flächen laubfrei zu halten. "Allein an Laub und Ästen fallen bei uns mehr als 18 Tonnen im Jahr an", informiert Karl Meßner vom Bauhof Köflach. Der Grünabfall wird gesammelt und über den Abfallwirtschaftsverband Voitsberg zur Firma Saubermacher gebracht. "Von Jänner bis August 2010 langten bei uns 111 Tonnen Laub und Baumschnitt und 126 Tonnen Grasschnitt ein", erklärt Adolf Kern vom Abfallwirtschaftsverband.

Bei der Firma Saubermacher wird das Laub mit Biomüll gemischt und danach kompostiert. "Für den organischen Prozess der Zersetzung sind die Blätter besonders wichtig", weiß Betriebsleiter Daniel Ramminger.

Das Laub aus Bärnbach und Voitsberg wird zur Firma Komex gebracht. "Im Jahr 2009 bekamen wir fast 400 Tonnen Baum- und Strauchschnitt und Laub aus Bärnbach und Voitsberg", erklärt Gerhard Brandstätter.

Ihre letzte Ruhestätte finden die welken Blätter bei Komex aber nicht, weiterverarbeitet und kompostiert werden sie bei der Firma Krammer in Maria Lankowitz. "Den Biomüll aus dem Bezirk Voitsberg, der uns geliefert wird, verarbeiten wir zu hochwertiger Erde. Dieser Prozess funktioniert ähnlich wie ein Komposthaufen im Garten, nur sind die Dimensionen größer", beschreibt Elfriede Krammer das Ende dieses biologischen Kreislaufs. Und vielleicht besteht die Blumenerde, die im nächsten Frühjahr gekauft wird, aus dem Laub, der im Herbst den Parkplatz gefüllt hat.

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