28. November 2014, 20:09 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 03.05.2012 um 10:33 UhrKommentare

Ewig lockt der "Mythos Marylin"

Von den 70 Pop Art-Bildern, die ab 1. Juni im Schloss Piber von "styrian Art" gezeigt werden, sind zehn der legendären Marylin Monroe gewidmet. Von Andy Warhol bis Mel Ramos.

Foto © Kratzer

Blondinen bevorzugt" lautet zwar nicht das Motto der heurigen Ausstellung der Reihe "Piber modern", dennoch steht eine außergewöhnliche Blondine, eine Ikone des vorigen Jahrhunderts, im Mittelpunkt der sensationellen Schau "Pop Art", die vom 1. Juni bis 31. Oktober in den Räumen des Barockschlosses Piber zu sehen ist. "Wir präsentieren 70 Originalkunstwerke aus der Infeld-Privatstiftung in Wien, wobei sich Marylin Monroe wie ein roter Faden auf zehn Exponaten durch die Ausstellung zieht", schwärmen Georg Jandl und Heinz Bozic von "styrian ART" (stART). In jenen Räumen, die einst bei der Landesausstellung 2003 den Besuchern "Mythos Pferd" näherbrachten, kann man sich im 50. Todesjahr des Sexsymbols auf die Spurensuche nach dem "Mythos Marylin" begeben.

Für Kunstliebhaber

Nicht im "Verflixten siebenten Jahr", sondern bereits beim dritten Anlauf im Schloss Piber, gelang den Verantwortlichen von "stART" ein Überraschungs-Coup, der Kunstliebhabern bereits jetzt das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt: Alle renommierten Pop-Art-Künstler von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg über Mel Ramos bis hin zu James Rizzi und Keith Haring sind in Piber durch ihre Kunstwerke vertreten. Mit Sicherheit die teuerste Ausstellung, die je im Bezirk Voitsberg zu sehen war.

"Allein von Andy Warhol haben wir 13 Werke. Gemeinsam mit Kurator Gerhard Kisser, mit dem mich eine intensive Freundschaft verbindet, haben wir die Auswahl getroffen", verrät Jandl, wie er an die weltbekannten Kunstschätze gekommen ist. "Die Sammlung Infeld umfasst 19.000 Kunstwerke. Es ist einfach toll, wie unbürokratisch wir Werke zur Verfügung gestellt bekommen", meint Jandl. Einzig und allein die Höhe der Versicherungssumme ist entscheidend dafür, wie viele und vor allem welche Exponate von "stART" gezeigt werden. "Ein Porträt hätte einen Wert von 15 Millionen Euro gehabt. Das ist nicht leistbar", so Jandl.

Möglich wurde die Ausstellung nur durch ein EU-Projekt, viele kunstbegeisterte Sponsoren und eine hervorragende Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen vom Gestüt in Piber und vom Tourismusverband Lipizzanerheimat. Das ist auch der Grund für die moderaten Eintrittspreise. "Am 1. Juni laden wir von 16 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt zu einem Tag der offenen Tür. Dafür ersparen wir uns eine Vernissage mit üppigem Buffet." In der restlichen Zeit bis 31. Oktober sind drei Euro pro Person zu berappen. Keinen Zuschuss gibt es heuer von den Gemeinden des Bezirkes Voitsberg, auch nicht von der Stadtgemeinde Köflach.

Enormes Interesse

"Wir haben uns heuer an diese außergewöhnliche Schau herangewagt, weil der Anklang im Vorjahr bei der Ausstellung ,Mystisch' mit Werken von Arik Brauer, Ernst Fuchs, Friedensreich Hundertwasser oder Wolfgang Hutter riesig groß war." Bozic und Jandl rechnen auch heuer mit enormen Interesse. "Wir werden die Ausstellung steiermarkweit mit Plakaten und Foldern bewerben." Es sind auch schon Anfragen für Kooperationen gekommen. Eine Galeristin, die in Shanghai und Berlin tätig ist, möchte mit den Vertretern von "stART" zusammenarbeiten.

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