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Zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 um 17:19 UhrKommentare

Notprogramm für Kunsthaus

Um weiterhin in den Genuss von Förderungen des Landes zu kommen, erstellten Stadtrat Walter Stückler und Regina Uedl ein Konzept für heuer.

Foto © Andrea Kratzer

Wie geht es mit dem Kunsthaus in Köflach weiter? Heuer war noch keine einzige Ausstellung zu sehen. Außerdem zahlt die Gemeinde jährlich viel Geld dafür", ärgert sich ein Leser aus Köflach, der seit dem Umbau des alten Gebäudes in eine moderne Galerie regelmäßig Stammgast war. Zumindest bis Ende vorigen Jahres. Seither gab es keine farbenfrohen oder "dunkelbunten" Bilder zu sehen, sondern es wurde stockfinster, weil Leiterin Gabriele Gschiel ihre Funktion zurückgelegt hat und bisher keine Nachbesetzung erfolgte. Die Jahres-Leasingrate, die von der Stadtgemeinde an die Siedlungsgenossenschaft Köflach zu berappen ist, liegt übrigens bei nicht ganz 100.000 Euro.

"Ich bedaure es sehr, dass ein so renommiertes Haus so lang leer steht. Es ist schade um den guten Ruf, der bisher aufgebaut wurde", zeigt sich die Künstlerin Christine Kertz erstaunt über die Monate lange künstlerische "Funkstille" in dieser Causa. "Wir möchten eventuell mit dem Memoseum beziehungsweise den Exponaten vom Heimatmuseum ins Kunsthaus siedeln und zwei Räumlichkeiten für Ausstellungen übrig lassen, wobei derzeit noch Gespräche im Gang sind", meint Bürgermeister Wilhelm Zagler, der die Zukunft des Kunsthauses nach dem Gschiel-Abgang zur Chefsache erklärt hatte. Heuer seien noch vier Hauptprojekte geplant.

Notgedrungen

Details dazu kennt Kulturstadtrat Walter Stückler: "Ich bin nur notgedrungen eingesprungen und habe mithilfe der Künstlerin Regina Uedl für heuer ein Programm konzipiert, damit die Fördermöglichkeiten seitens des Landes gewahrt bleiben." Viel Zeit blieb dafür nicht, weil der Geldfluss sonst versiegt wäre.

"Wir beginnen mit der Ausstellung ,Less is more' vom 25. Mai bis 6. Juli. Zu sehen sind Kunstwerke von Beate Landen, der Präsidentin des Landesverbandes Steiermark der Bildenden Künstler Österreichs. Weiters von Edda Lantsch aus Graz und Christian F. J. König aus Perchtoldsdorf. Diese beiden wurden von Landen aus 150 Künstlern ausgewählt", erzählt Stückler. Dazu wird noch ein passendes Rahmenprogramm angeboten. Im Sommer gehört das Kunsthaus wieder dem Nachwuchs: Im Juli und August stehen spannende Themennachmittage auf dem Programm. Den Auftakt macht Regina Uedl, die mit den Mädchen und Buben zeichnet, malt und kleckst. Die weiteren Mottos lauten "Erzählung zum Thema Schmecken, Riechen, Hören", "Kreativ-Workshop rund um den Stein", "Kinder machen Theater" und "Kids und Keramik". "Unsere Vorgabe für die Herbstausstellung vom 7. September bis 19. Oktober lautet, Kunst mit allen Sinnen zu erleben", so Stückler.

Eine weitere Ausstellung vom 2. November bis zum 14. Dezember ist dem Köflacher Künstler Hans Giegerl gewidmet, der einen Querschnitt seiner Arbeiten aus den letzten 40 Jahren präsentieren wird. Eine ähnliche Schau, "Querschnitt aus den Werken der letzten 35 Jahre" wurde bereits im Vorjahr in der Bezirkshauptmannschaft Voitsberg gezeigt.

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FAKTEN

  • Eröffnet. Eröffnet wurde das Kunsthaus Köflach mit 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche im Jahr 2003 im Zuge der Landesausstellung "Mythos Pferd"in der Ära von Bürgermeister Franz Buchegger. Im ersten Jahr wurden Ausstellungen mit Werken von Gottfried Kumpf, Hermann Nitsch und Manfred Deix gezeigt.

    Hundertwasser. Bisher waren unter anderem zahlreiche Exponate von Arik Brauer, Adolf Frohner, Markus Prachensky, Hans Staudacher, Friedensreich Hundertwasser, Ernst Fuchs, Bruno Haberzettl, Dina Larot, Friedrich Ehrbar, Helmut Kand, Petar Pismestrovic, Heide Osterrider-Stibor, Adolf Anton Osterrider, Gottfried Fabian, Franz Dampfhofer oder Anna Rogler zu sehen.

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