24. November 2014, 18:51 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 02.02.2011 um 20:16 UhrKommentare

Was das Land fördert

Nach Förderabsage für Schlossfestspiele: Wer bekommt Geld vom Land?

Foto © K.U.L.M

Verunsicherung herrscht in der Region unter Kunstschaffenden, nachdem die Schlossfestspiele Stadl heuer einen abschlägigen Bescheid vom Land Steiermark hinsichtlich einer Förderung bekamen (wir berichteten).

Was wird nun gefördert und wer entscheidet darüber? Die Entscheidung liegt bei Kulturlandesrat Christian Buchmann, die Empfehlungen für die Entscheidung kommen vom Förderbeirat. Vorsitzender dieses Beirates ist Heimo Steps. Hauptsächlich, so sagt er, werde aktuelle gegenwärtige Kunst gefördert. Soll heißen, aktuelle Kulturschaffende und ihre Projekte sind nach dem seit 2005 geltenden Kulturförderungsgesetz besonders förderungswürdig.

Als Beispiele dafür nennt Steps etwa die Kulturinitiative K.U.L.M in Pischelsdorf rund um Richard Frankenberger, die PfingstArt in Weiz oder die Aktivitäten von "kunst.ost" rund um Martin Krusche. "Diese entsprechen genau den Intentionen des Kulturförderungsgesetzes", sagt Steps.

Pro Jahr befindet der Förderungsbeirat über 500 bis 600 Projekte. Im Vorjahr wurden rund 8,1 Millionen Euro an Förderungen ausbezahlt, darunter sind aber auch Großprojekte wie der Steirische Herbst.

Bezüglich Schlossfestspiele Stadl sagt Steps, die Wahl des Stückes, die Operette "Frau Luna" von Paul Lincke, entspreche nicht den Kriterien, sei nicht "zeitgenössische Kunst".

Im Vorjahr habe das Land die Schlossfestspiele mit 25.000 Euro unterstützt, heuer hätten die Werber um mehr Geld angesucht. Schlossfestspiele-Initiator Christoph Sommersguter verweist auf die hohen Kosten einer solchen Produktion. Immerhin habe man Profis der Wiener Volksoper verpflichtet, die mit Laien aus der Region auf der Bühne stehen. Er selbst, sagt Sommersguter, habe allein für die Vorjahresproduktion neun Monate gearbeitet. "Dafür habe ich brutto 6500 Euro bekommen."

Am 12. Februar gibt es ein weiteres Gespräch mit Kulturlandesrat Christian Buchmann.

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