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Zuletzt aktualisiert: 19.06.2012 um 20:18 UhrKommentare

Kühlendes Labor für Krakautal

Bei der diesjährigen regionale12, einem Landluft-Festival für Gegenwartskunst im Bezirk Murau, spielt Klaus Schafler aus Hirnsdorf eine tragende Rolle. Er manipuliert dort als Wetter.

Foto © Brugner

Spätestens seit Herbst 2011, als Klaus Schafler im Rahmen des künstlerischen Projektes "Hacking Kulmland" den Pischelsdorfer Hauptplatz weiß streichen ließ, um so ein Zeichen gegen die Klimaerwärmung zu setzen, ist er als Künstler auch in seiner Heimat - Schafler lebt heute in Wien - bekannt. Mit akribischem Forschergeist beschäftigt er sich mit den ökologischen Folgen des Temperaturanstieges für das Weltklima. Der Künstler will die Ambivalenz des menschlichen Tuns aufzeigen.

What's Pischelsdorf?

Mittlerweile hat sich Schafler in die internationale Kunstwelt emporgehantelt. Jüngst bei einer Ausstellung in New York war sein zentrales Thema die Wettermanipulation. Da wurde per Video auch die Pischelsdorf-Weißwerdung präsentiert. Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg fragte Schafler bei seinem Rundgang: "What's Pischelsdorf?", also "Was ist Pischelsdorf?"

Für die regionale12 wurde Schafler mit der Ausrichtung eines von 25 künstlerischen Projekten betraut. Es heißt "Kühllabor" und ist eine Art Forschungsstätte mit Ausstellungscharakter. Untergebracht ist es im Pavillon "White Noise" in Krakautal.

Schafler hat eine Reihe von Künstlerkollegen eingeladen, sich mit dem Thema der Beeinflussbarkeit von Wetter und Klima auseinanderzusetzen. Ein US-Wissenschaftler deutscher Herkunft wird einen künstlichen Baum, der die x-fache Menge an Kohlenmonoxid aus der Luft filtern kann, ins Krakautal verpflanzen. Schafler wird dort wieder zum Pinsel greifen. Eine Fläche rund um den Pavillon bekommt einen die Sonnenstrahlen reflektierenden Weißanstrich.

Auch zwei Bauernhöfe stehen auf Schaflers Interventionsliste. Die Dächer der Stallgebäude bespannt er mit einer weißen transluzenten Folie, um so zumindest lokal etwas zur Reduktion der Lufterwärmung beizutragen. "Wichtig ist, dass dadurch ein Nachdenkprozess bei den Menschen stimuliert wird und sie sich mit Energiefragen kritisch auseinandersetzen", sagt Schafler.

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REGIONALE12

  • Die dritte Ausgabe der Regionale, dem steirischen Festival für Gegenwartskunst, findet vom 22. Juni bis 22. Juli im Bezirk Murau statt.

    Titel ist Stadt. Land. Fluss.

    Thema: Inwieweit der ländliche Raum heute ein Modell für neue Diskurse gesellschaftlicher Entwicklungen sein kann.

    Infos: www.regionale12.at, Tel. 0676-848 119 110.

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