Zuletzt aktualisiert: 15.01.2016 um 16:15 UhrKommentareLang

Flüchtlingsheim für Frauen und ihre Kinder

Der Pfarrhof in Lang bietet Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern Obhut. Einheimische helfen bei der Integration. Von Bettina Kuzmicki

Im Pfarrhof Lang haben Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder vorübergehend ein neues Zuhause gefunden
Im Pfarrhof Lang haben Flüchtlingsfrauen und ihre Kinder vorübergehend ein neues Zuhause gefunden Foto © K.K.

Viele Stunden hat Ingrid Gady am Grenzübergang in Spielfeld verbracht und hat geholfen, die ankommenden Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu versorgen. „Dabei hat sich das Bild total gewandelt“, erinnert sie sich zurück. „Zuerst waren es viele junge Männer, dann kamen immer mehr Frauen, Familien und ältere Menschen an.“

Immer mehr reifte in der Lebringerin daraufhin das Bedürfnis, vor allem den teils schwer traumatisierten Frauen zu helfen. „Bei einer Tagung der katholischen Frauenbewegung hatte ich schließlich ein Aha-Erlebnis und dachte mir, warum machen wir nicht ein Frauenhaus in Lang“, erzählt die ehemalige Landtagsabgeordnete.

Einheimische helfen ehrenamtlich

In Lang deshalb, weil der Pfarrhof frei stand. Pfarrer und Bischof waren auch einverstanden. Und so war letztlich in wenigen Tagen die Entscheidung für das Projekt gefallen und eine entsprechende Adaptierung der Räumlichkeiten vorgenommen worden. „Seit 1. Dezember hat die Caritas die Räume von der Diözese gemietet und ist Projektträger für das Flüchtlings-Frauenhaus“, schildert Gady. Wobei sie gleicht betont: „In Kürze hat sich ein großartiges Netz an Ehrenamtlichen rund um Koordinatorin Karin Maitz gebildet, die sich unglaublich engagiert einbringen.

Gemeinsam wird versucht, den zugewanderten Frauen und ihren Kindern unsere Werte zu vermitteln.“ Die vielfältigen Aktivitäten reichen vom Sprachunterricht bis zum gemeinsamen Einkaufen, Kochen und Spielen.
Drei Frauen mit ihren Kindern sind derzeit im Pfarrhof Lang, der elf Personen Platz bietet, untergebracht. Gady: „Ich freue mich einfach wahnsinnig, wie viel Gutes bei uns trotz aller Probleme möglich ist.“

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