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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2011 um 20:30 UhrKommentare

Eltern planen Kindergarten und Schule

Eltern des Vereines "Elemente-Werkstatt" wollen das Bildungssystem aktiv mitgestalten und setzen auf Reformpädagogik. Das engagierte Ziel ist die Errichtung eines privaten Kindergartens und einer Schule im Bezirk Leibnitz.

Foto © Privat

Eigentlich wären die Mitglieder des Vereines "Elemente-Werkstatt" startklar für ihr Projekt eines reformpädagogischen Privatkindergartens. "Personal, pädagogisches Konzept und Finanzierung stehen. Was fehlt sind die entsprechenden Räumlichkeiten", erzählt Wolfgang Kubassa.

Im Rahmen der Spielegruppe "Pusteblume", die seit einem Jahr zwei Mal pro Woche in St. Nikolai ob Draßling stattfindet, wurden auch bereits entsprechende Erfahrungen gesammelt. "Die Eltern sagen, ihnen taugt die Pädagogik. Aber wir sehen auch, dass das jetzige Angebot ausgeweitet werden muss, der Bedarf ist absolut gegeben", erklärt Kubassa die Initiative zur Errichtung eines entsprechenden Kindergartens. Rund 200 Quadratmeter in zentraler Lage werden für das Projekt benötigt, ein Garten ist ebenso ein Muss. "Wir denken aufgrund der Vorgaben vom Land aber auch einen Neubau an, Verhandlungen mit einem Bauträger gibt es schon, weitere folgen", so Kubassa. Ein Wunsch-Standort wäre das Leibnitzer Kasernengelände, auch diesbezüglich will man Gespräche führen.

Geht es nach dem Elemente-Werkstatt-Team, soll der Kindergarten im Herbst dieses Jahres starten. Ein Jahr später will man, wenn alles ideal läuft, eine Privatschule anschließen. Wobei Kubassa betont: "Wir wollen keine Konkurrenz sein. Weder zum Regelschulwesen, noch zum privaten Sonnenhaus. Dort wäre sogar ein gemeinsames Projekt super. Uns geht es darum, möglichst offen zu diskutieren." Daher wird am 13. Jänner (18.30 Uhr) im Jugendgästehaus auch zu einem Austausch- und Planungstreffen zum Thema "Was sollen unsere Kinder wirklich lernen" eingeladen.

Für die Mitglieder des Vereines Elemente-Werkstatt ist klar: Es reicht nicht, Kinder mit Wissen vollzustopfen. Kinder sollen lernen, wie man gewaltfrei Konflikte und Probleme löst. Dafür seien Kreativität, selbstständiges Denken und Optimismus nötig. Statt Konkurrenzdenken gehe es um Kooperationen.

Das pädagogische Konzept - pädagogische Leiterin ist Gerda Kubassa - basiert auf der gewaltfreien Kommunikation von Marshall Rosenberg und der Pädagogik von Rebeca Wild, Maria Montessori und Emmi Pikler. Vereinsobfrau Maria Pratter: "Aufgabe der Eltern ist es, unseren Kindern den bestmöglichen Rahmen zu bieten, indem sie die vorhin genannten Fähigkeiten aus eigenem Antrieb einüben und weiterentwicklen können." Und für Kubassa steht fest: "Wir sind als Eltern gefragt, das Bildungssystem aktiv mitzugestalten." Infos: www.elemente-werkstatt.at.

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