27. November 2014, 14:26 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 17.10.2012 um 21:16 UhrKommentare

Mehr Babys, weniger Ärzte

Statt 650 werden im LKH Deutschlandsberg künftig bis zu 1100 Babys pro Jahr geboren. Das Personal in der Region wird insgesamt aber weniger.

Foto © APA

650 Geburten verzeichnete man bisher pro Jahr in der Gebärklinik in Deutschlandsberg. Durch die Übernahme von Wagna - die dortige Geburtenstation wurde mit Anfang Juli geschlossen - rechnet man mit einer Steigerung um etwa 200 Geburten. "Und im kommenden Jahr, wenn hoffentlich viele Voitsbergerinnen zu uns kommen, werden es insgesamt etwa 1100 Geburten pro Jahr sein", rechnet Peter Hofmann, Leiter der gynäkologischen Abteilung am LKH Deutschlandsberg, vor.

Die Umsiedlung von Voitsberg nach Deutschlandsberg ist nun fertig geplant. "Es freut mich sehr, dass auch ein Großteil der Hebammen aus Voitsberg nach Deutschlandsberg kommt", hofft Hofmann, dass diese viele Patientinnen mitnehmen. Auch die Gebärwanne soll transferiert werden. Das Land hat errechnet, dass rund 40 Prozent der Voitsbergerinnen und ein überwiegender Teil der Leibnitzerinnen künftig in Deutschlandsberg entbinden werden.

Was die Ärzte betrifft, fielen durch die Zusammenlegung von Wagna und Deutschlandsberg fünf Posten weg. Wenn die Schließung der Geburtenstation in Voitsberg über die Bühne ist, werden es laut Hofmann gar um 8,75 Dienstposten weniger sein. Auch Hebammen werden in den drei Bezirken weniger benötigt, wandern doch künftig etliche der Gebärenden nach Graz oder Feldbach ab. Bis zum Zusammenschluss mit Wagna arbeiteten in Deutschlandsberg zwölf Hebammen, derzeit sind es 17.

Laut der leitenden Hebamme Renate Filzwieser sind weitere "drei, vier Kolleginnen aus Voitsberg" zu erwarten. "Die Zusammenführung funktioniert sehr gut", lobt Filzwieser. Bisher war nur eine Hebamme rund um die Uhr im Dienst, nun gibt es eine Doppelbesetzung. Der letzte Aufnahmetag an der Geburtshilfe in Voitsberg ist übrigens der 14. Dezember. Eine gynäkologische Tagesklinik bleibt bestehen.

In Leibnitz und Voitsberg hofft man indes, dass das Thema noch einmal im Landtag behandelt wird. Dazu sind in den beiden Bezirksvolksbegehren "Ja zum LKH" je 10.000 Unterschriften nötig. Für das LKH Wagna fehlen noch 6000 Autogramme, für das Lkh Voitsberg 4700. Von 10. bis 17. November liegen die Bezirksvolksbegehren zur Unterschrift auf. Listen der Wahlberechtigten sollen ab 20. Oktober aushängen.

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