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Zuletzt aktualisiert: 07.08.2012 um 20:25 UhrKommentare

Das Wetter schenkt den Bauern heuer nichts

Die Erntebilanz ist sehr durchwachsen: Hagel und Stark- regen im Juni und Juli richteten 13,6 Millionen Schaden an. Einer der Betroffenen ist Franz Wankhammer aus Weitendorf.

Foto © KLZ / Kanziaj

Kalt-warm erwischte das Wetter heuer die Bauern. Die lange Trockenperiode bis März konnten sie gerade noch wegstecken, dafür schenkten ihnen Juni und Juli doppelt ein: Schwere Unwetter vernichteten Zigtausende Hektar Mais, Kürbis, Getreide, Obstkulturen und Grünland. Die betroffenen Regionen sind über die ganze Steiermark verteilt. Der Schaden beläuft sich auf rund 13,6 Millionen Euro - vielfach durch Versicherungen gedeckt. Den Betrieben mit nicht versicherbaren Kulturen wie Marillen und Kirschen hilft das Land mit zwei Millionen.

Am 7. Juli, also genau vor einem Monat, stand Franz Wankhammer vor seinem völlig entblätterten Kürbisfeld in Weitendorf (Bezirk Leibnitz). Der Hagel hatte die Blätter durchstoßen und die Blüten abgeschlagen. Er rechnet mit einem Ernteausfall von fast 100 Prozent. "Damit wir kostendeckend arbeiten können, müssen wir 150 bis 200 Kilo pro Hektar ernten", erklärt der Gemüsebauer. Der Marktpreis liegt bei 3,50 Euro. 16 bis 18 Euro zahlt man derzeit pro Liter Kernöl. Zwar sind die Blätter wieder nachgewachsen und hie und da sind auch kleine Kürbisse zu sehen, doch es ist zu spät: "Die Ernte beginnt gewöhnlich Ende August. Diese Früchte werden nicht mehr reif." So wie ihm geht es allen Kürbisbauern im Ort.

Kernöl pressen will Wankhammer aber weiterhin: "Ich habe zehn Jahre gebraucht, um meinen Kundenstock aufzubauen." Dafür hält er sich auch schon seit Jahren an eine alte Regel: "Der zufolge soll man immer etwas vorrätig haben, um im Notfall darauf zurückgreifen zu können." Den restlichen Kürbiskern-Bedarf will er über andere GGA-Betriebe decken, Betriebe also, die gleich wie er ständig kontrolliert werden. "Wenn bei uns auf der Flasche Steiermark draufsteht, ist auch Kernöl aus der Steiermark drinnen."

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