18. Dezember 2014, 12:33 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 01.06.2012 um 22:32 UhrKommentare

Niedergemäht wird nur Unkraut

Birkfeld, Gschaid, Haslau, Koglhof und Waisenegg gehen zusammen. Aber was sagen die Bewohner eigentlich dazu? Eine Rundreise durch die "G5".

Foto © Wieser

Ich fahre ein in die erste Gemeinde der "G5", der fünf Gemeinden rund um Birkfeld, die fusionieren werden: Koglhof. Die erste Person, die mir über den Weg läuft, will ich befragen - auch wenn diese gerade auf einer steilen Leit'n neben der Bundesstraße Brennnesseln sichelt. Ich kraxle zu ihr nach oben. "Es ist nicht lustig, aber es ist zu tun", sagt Maria Stadlhofer.

Sie meint das Sicheln. Oder die Gemeindefusion? "Da bin ich positiv eingestellt, es muss ja gespart werden", sagt die Landwirtin. Die Verantwortlichen hätten bisher auch glaubhaft gemacht, dass die Gelder dann gerecht verteilt werden, sagt sie. Keiner werde also niedergemäht. Nur die Brennnesseln.

Ich fahre weiter zur nächsten Gemeinde: Haslau. Die erste Person, eine Frau im Garten, will lieber nichts sagen. Aber die zweite: Robert Ochsenhofer, er ist gerade beim Holz arbeiten. "Für eine so kleine Gemeinde wie uns wird es keinen anderen Ausweg geben. Und auf der Gemeinde hat man eh selten zu tun - und wenn, dann fahre ich jetzt eben wenige Kilometer weiter", sagt er.

Ich fahre weiter nach Waisenegg. Anton Gissing, Peter Schwaiger und Johann Tanzer laden beim Altstoffsammelzentrum gerade Müll ab. "Waisenegg und Piregg sind schon vor Jahren zusammengelegt worden, aber man ist noch immer ,Piregger' oder ,Waisenegger' und so wird das auch jetzt bleiben", sagt Gissing. Und Tanzer räumt ein, dass er als Piregger es zum Birkfelder Gemeindeamt sogar näher habe.

Nach Birkfeld fahre jetzt auch ich. Mein erstes Opfer: Renate Gugatschka. "Ich bin für die Fusion. Es wäre ja Geldverschwendung, wenn jede Gemeinde alles selber hat", sagt sie. Dann noch ein kurzer Abstecher nach Gschaid bei Birkfeld. Die ersten Menschen, die ich sehe: Anton Maier und seine Frau, die mit Rechen und Mistgabel auf die Wiese ausrücken. "Unsere Gemeinde hat nicht so schlecht gewirtschaftet, da fragt sich schon, ob die Mittel auch für uns jetzt mehr oder weniger werden. Aber die Welt geht sicher nicht unter", schmunzelt er.

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