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Zuletzt aktualisiert: 18.05.2012 um 05:34 UhrKommentare

Verwalter des Verwalters

Der Musiker, Musiklehrer und Musikwissenschaftler Rudolf Gstättner kümmert sich um das Erbe des Komponisten Jakob Eduard Schmölzer.

Foto © Ulf Tomaschek

Dass heuer der 200. Geburtstag des Komponisten Jakob Eduard Schmölzer begangen wird, ist vor allem in Musikerkreisen bekannt - und im Raum Kindberg. Denn dort hat Schmölzer nicht nur viele Jahre seines Lebens verbracht. Dort sorgt auch Rudolf Gstättner dafür, dass der Komponist, der prägend für die Volkskultur gewirkt hat, nicht in Vergessenheit gerät.

Der Musiklehrer Gstättner - er bezeichnet sich gerne kokett als "Rohrblattbasisanimateur" - hat 2005 sein Musikwissenschaftsstudium mit einer Dissertation über Schmölzer abgeschlossen. Entstanden ist ein zweibändiges Werk, bestehend aus Biografie und Werkverzeichnis. Anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten hat Gstättner nun seine Doktorarbeit zu einem Band zusammengefasst. Mit Schmölzer, der hauptberuflich Verwalter im Schloss Oberkindberg war, hatte Gstättner zunächst gar nichts am Hut. Erst sein Doktorvater Wolfgang Suppan hat ihn auf den "Flöten-Liszt" und "steirischen Liedervater", wie Schmölzer gerne genannt wird, aufmerksam gemacht.

Spätberufener

Als Musiklehrer und Wissenschaftler ist der 55-jährige Gstättner ein Spätberufener. Der Bauernsohn aus Pogier bei Kapfenberg hat zunächst den Beruf des Radio- und Fernsehtechnikers erlernt, war dann als Industrieelektroniker tätig, ehe er auf Fotokaufmann und Lehrlingsausbildner umgesattelt hat. Der frühere Militärmusikkapellmeister Rudolf Bodingbauer hat ihn dann zum Musikstudium überredet. Seit mehr als 20 Jahren ist Gstättner nun als Musikpädagoge tätig - in Kindberg und Krieglach, von wo aus er auch dislozierten Unterricht bis Rettenegg gibt. Darüber hinaus unterrichtet er Menschen mit Handicap.

Das Musikwissenschaftsstudium war dem Vater zweier erwachsener Töchter noch nicht genug. Derzeit steht seine Dissertation im Fach Volkskunde vor der Vollendung.

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