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Zuletzt aktualisiert: 05.01.2012 um 05:00 UhrKommentare

Mit Witz zum Botschafter

"Ermi-Oma" Markus Hirtler vertritt das "Jahr des aktiven Alterns".

Foto © Veranstalter

Es ist die Botschaft, die Markus Hirtler alias "Ermi-Oma" seit gut zehn Jahren über die Kabarettbühnen hinaus ins Land trägt. Zwischen den erheiternden Sätzen seiner bekannten Kunstfigur steckt nämlich eine ernste Botschaft - die Aufforderung zum Dialog der Generationen. "In meiner Rolle erhebe ich für all jene meine Stimme, die selbst zu wenig gehört werden", sagt er. Und das ab sofort auch ganz offiziell. Seit Jahreswechsel ist Hirtler ein offizieller Botschafter des "Europäischen Jahrs des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen". Offiziell bestellt von Sozialminister Rudolf Hundstorfer.

"Ich war selbst ganz überrascht, als ich ein offizielles Schreiben von ihm im Briefkasten hatte", erzählt Hirtler. Das Thema des Älterwerdens begleitet ihn schon sein halbes Leben, immerhin arbeitete er lange als Pflegedienstleister und Sozialmanager. "Dabei habe ich gemerkt, dass ihnen kaum jemand zuhört. Senioren stehen bei uns oft am Rande der Gesellschaft, werden vom Leben ausgeschlossen. Auch wenn sie so viel Wissen und Erfahrungen einbringen könnten", so Hirtler.

Im Fasching 2001 wurde schließlich die "Ermi-Oma" ganz zufällig geboren. "Ich habe mich als Rotkäppchens Großmutter verkleidet. Kaum war ich im Kostüm, war die Ermi in meinem Kopf da", erinnert sich der dreifache Vater.

Seine neue Aufgabe nimmt er, bei allem Humor, ernst. So ernst, dass die "Ermi Oma" im Koffer bleiben muss. "Ich werde das Thema nicht als Bühnenfigur vertreten. Dafür ist es zu gewichtig", erklärt der 42-jährige Fürstenfelder.

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Zur Person

  • Markus Hirtler (42) lebt mit seinen drei Kindern auf einem Hof in Fürstenfeld.

    Bis er 2001 seine "Ermi-Oma" erfand, arbeitete er lange als Pflegedienstleister und Heimleiter. Heute lebt er von seinen rund 100 meist ausverkauften Auftritten im Jahr.

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