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Zuletzt aktualisiert: 05.09.2012 um 21:01 UhrKommentare

Kein Bett mehr ab Jänner

Am Mittwoch offiziell verlautbart: Aus für die Interne am LKH Stolzalpe. Der Primarius hält den Plan für "brauchbar", Betriebsrat ist "stinksauer."

Foto © APA

Ja, ab 1. Jänner gibt es kein internes Bett mehr auf der Stolzalpe." Primarius Gerald Fugger bringt auf den Punkt, was Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder offiziell als Medikament verabreichte. "Wie im Regionalen Strukturplan Gesundheit vorgesehen, werden die 43 internistischen Betten ins LKH Knittelfeld verlagert . . . Einer dringenden Empfehlung des Projektausschusses folgend wird die internistische Versorgung auch ohne bettenführende Station in vollem Umfang aufrecht erhalten", so die Aussendung.

Soll konkret heißen, Internisten betreuen Orthopädie- und ambulante Patienten rund um die Uhr, in Knittelfeld arbeiten zwei zusätzliche Fachärzte. Als Pilotprojekt erfolge die Weiterentwicklung im Zuge der neuen "Ambulanten Erstversorgungseinrichtungen".

Gerald Fugger, natürlich in die Entscheidung mit eingebunden, spricht auf Nachfrage der Kleinen Zeitung von einer "einschneidenden Änderung", welcher eben der politische Wille vorausging. Das Geplante sei jedoch "durchaus brauchbar - sonst könnte ich es nicht verantworten".

Das Geplante, eine Verschlechterung? Gewiss - Bett und ambulante Behandlung sind zwei Paar Spritzen. Jedoch könne heute ungleich mehr ambulant behandelt werden: Eine Beinvenenthrombose erfordere etwa im Normalfall keine Bettruhe mehr. Welche sich in der Inneren Medizin auf einen durchschnittlichen Verbleib von fünf Tagen eingependelt hat. "Wir haben uns alle sehr bemüht, dass man kein schlechtes Gewissen haben muss", beteuert der Primarius. Nächsten Sommer tritt er seinen Ruhestand an.

Alles andere als ruhig reagiert Stolzalpen-Betriebsrat Johann Fussi: "Ich bin stinksauer! Das ist keine Verlagerung, sondern eine Schließung von 43 Betten." Seines Wissens würde es in Knittelfeld ja kein einziges Bett mehr geben. Fussi spricht von einer "Lüge der Politik": Bis Juni sei ein Offenhalten versprochen worden. Ein Internist in Murau für 30.000 Einwohner? In Friesach und Tamsweg würden die Patienten schon am Gang liegen . . .

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