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Zuletzt aktualisiert: 24.04.2012 um 20:30 UhrKommentare

Poker um den Vorsitz nach der Siegesfeier

Franz Schachner hat zwar die Betriebsratswahl im LKH Judenburg klar gewonnen, doch für den Vorsitz braucht er einen Verbündeten.

Foto © Fröhlich

So gefeiert wurde hier im Haus seit 20 Jahren nicht. Sogar der Bürgermeister ist vorbeigekommen und hat mir gratuliert", schwärmt Franz Schachner von den Nachwirkungen seines montäglichen Wahlsieges. Der OP-Gehilfe hat bei der Angestellten-Betriebsratswahl im LKH Judenburg 119 Stimmen erhalten. Das ist fast viermal soviel wie bei der wegen Fälschung für nichtig erklärten Wahl im Vorjahr.

Schachner ist Kandidat der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG). Er hat die Fälschungsaffäre, für die kein Schuldiger ausgemacht werden konnte, vor Gericht gebracht und Recht bekommen. "Diese Sache hat mir einige schlaflose Nächte bereitet, aber jetzt ernte ich den Lohn dafür", sagt Schachner. Trotz seines eindeutigen Sieges steht nicht fest, ob Franz Schachner tatsächlich Betriebsratsvorsitzender wird. Bei der konstituierenden Sitzung am 7. Mai braucht er zumindest einen Verbündeten. Schachner hat drei Mandate, der langjährige Betriebsratschef Johann Haas kommt auf zwei, ebenso FCG-Kandidat Helmut Ranzmaier.

Dass sein Widersacher Johann Haas ihn mitwählt, darf Schachner nicht erwarten. Bleibt Helmut Ranzmaier, der sich aber noch nicht festlegen will: "Warten wir bis zur Konstituierung", meint er im Gespräch mit der Kleinen Zeitung, um dann doch konkreter zu werden: "Ich schließe aus, Johann Haas zum Vorsitzenden zu wählen, ich tendiere also zu Schachner."

"Traue mir Vorsitz zu"

Als wir ihn damit konfrontieren, dass er mit den Stimmen von Johann Haas selbst Betriebsratschef werden könnte, wird Helmut Ranzmaier nachdenklich: "Ja genau, auf das bin ich noch gar nicht gekommen." Ob er sich den Vorsitz zutraue? "Ja, zutrauen würd' ich es mir."

Ranzmaier ist Haas allerdings nicht besonders wohlgesonnen: "Dass wir ihn als Vorsitzenden weggebracht haben, ist das Wichtigste." Franz Schachner habe verdient gewonnen, weil er den Wahlschwindel vom Vorjahr aufgedeckt habe.

Auch Johann Haas selbst hat noch Hoffnung, Vorsitzender zu werden (siehe Interview rechte Seite).

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