27. November 2014, 20:44 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 23.04.2012 um 20:21 UhrKommentare

Mädchen und Männerberufe

Girls Day: 48 Betriebe aus der Region gewähren Schülerinnen Einblick.

Beruf hat mit Berufung zu tun", so Robert Kalbschedl, Geschäftsstellenleiter des AMS Knittelfeld. Ihre Berufung werden vielleicht Mädchen bei der diesjährigen Auflage des "Girls' Day" am 26. April finden. Zum neunten Mal haben Schülerinnen die Möglichkeit, in frauenuntypische Berufe zu schnuppern - entsprechende Unternehmen öffnen dafür ihre Türen.

"In den Bezirken Murau und Murtal nehmen 48 Betriebe teil", so Bernd Hammer, Regionalstellenobmann der Wirtschaftskammer, beim gestrigen Pressegespräch zum Thema. Der Großteil von Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts gehe noch immer in den traditionellen Berufsbereich - von der Friseurin bis zur Einzelhandelskraft.

Leidenschaft

Warum das so ist? "Es beginnt schon in der Familie", meint Landtagsabgeordnete Gabriele Kolar. Man müsse darauf achten, die Geschlechter nicht auseinanderzudividieren. Und: "Wenn du etwas nicht kennst, kannst du nicht wissen, ob es dich interessiert." Deswegen sollen junge Frauen männeraffine Berufe zumindest kennenlernen, denn eventuell entdecken sie dafür ja ihre Leidenschaft.

Wie Vanessa Klinger und Katharina Skoff, die die HTL in Zeltweg besuchen. Die beiden erklären, dass der technische Bereich schon von Kindesbeinen für sie interessant gewesen ist. Und sie empfehlen, den Girls' Day als Chance zu nutzen: "Damit man die Unterschiede kennenlernen kann."

Große Spannen gibt es auch bei der Entlohnung, wie Margit Kindler, Rechtsreferentin der Arbeiterkammer Judenburg, betont. "Die Mädchen staunen immer wieder über die Unterschiede", so Kindler. Denn die Einkommensschere ist - schon während der Lehrzeit - teils gewaltig.

Interesse

Zum sechsten Mal sind heuer die Stadtwerke Judenburg beim Girls' Day mit von der Partie. Man wolle das Interesse bei den Mädchen wecken, meint Vorstandssprecher Manfred Wehr. "Im Schnitt haben wir 40 Bewerber, davon drei Mädchen. Vor zehn Jahren waren es praktisch null."

Für Robert Kalbschedl vom Arbeitsmarktservice steht allerdings fest: "Richtig erfolgreich wären wir erst dann, wenn wir keinen Girls' Day mehr brauchen." Und keinen Boys Day, bei dem Burschen - heuer am 8. November - in Sozialberufe Einblick nehmen können.

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