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Zuletzt aktualisiert: 20.04.2012 um 10:25 UhrKommentare

"Keinen einbinden, niemanden informieren"

Die Opposition im Landtag spendet dem nächsten Reformschub und den weiteren Bezirksfusionen wenig Applaus: "Keinen einbinden, niemanden informieren", so der Tenor der Oppositionsparteien.

Foto © Eder

Die Opposition im Landtag spendet dem nächsten Reformschub wenig Applaus: "Eine echte Reform sieht anders aus", ätzt die FPÖ, die KPÖ nennt die Zusammenlegungen "unüberlegt und fragwürdig". Und für die Grünen ist es "inakzeptabel, dass die Regierung solche wesentlichen Entscheidungen im Alleingang trifft".

Die Blauen toben, da sie auf ihre 16 Fragen zur geplanten Fusion in der Obersteiermark erst am Dienstag folgende Antwort erhalten haben: Alles "im Laufen, aber noch nicht abgeschlossen, daher ist eine Beantwortung der Fragen derzeit nicht möglich." Zwei Tage später stellte die Landesspitze die anderen Parteien aber vor vollendete Tatsachen. "Keinen einbinden, niemanden informieren", moniert Georg Mayer (FPÖ). Aus Sicht von Werner Murgg (KP) sind auch die Details wenig überlegt: "Die Ortschaften ab Mureck westwärts sollten eher dem Bezirk Leibnitz zugesprochen werden."

Erleichterung indes in Murau: Seit Monaten stand eine etwaige Fusionierung des Bezirks mit dem neuen Bezirk Murtal im Raum. "Bezirksbürgermeister" Johann Gruber: "Aufgrund der geografischen Lage und der Entfernungen braucht es die Selbstständigkeit Muraus." Ähnlich argumentiert Bezirkshauptmann Wolfgang Thierrichter, er sagt: "Ich habe gehofft, dass es so kommt, und bin der Politik auch dankbar dafür." Übrigens nicht des eigenen Sessels wegen, er geht 2013 in Pension.

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Das sagen die neuen Bezirkschefs

  • "Schöne große Einheit"
    Alexander Majcan wird der erste Bezirkshauptmann des fusionierten Bezirke Feldbach und Radkersburg. Das Vulkanland sei "eine schöne große Einheit", so der Behördenleiter. Dieser Herausforderung werde man sich natürlich stellen, die Mitarbeiter seien informiert. Details muss man mit dem Land noch klären. Der Bürger steht natürlich im Mittelpunkt.

    "Bürgernah, freundlich"
    Max Wiesenhofer, Hartbergs Behördenchef, sagt: "Die Reformpläne waren uns ja nicht ganz neu." Zudem wird mit Fürstenfeld schon kooperiert (Amtsärzte, Förster). Wo die Zentrale künftig ist? Ich geh davon aus, dass wir in Hartberg Sitz des neuen Bezirkes sind". Heute und morgen müsse gelten: "Bürgernah und freundlich", so Wiesenhofer.

    Ehre und Herausforderung
    Gabriele Budiman ist seit sechs Jahren Bezirkshauptfrau von Mürzzuschlag. Den vereinigten Bezirk Bruck-Mürzzuschlag wird sie zwar von Bruck aus leiten, "aber in Mürzzuschlag soll es keine Nachteile für die Bevölkerung geben". Ihre Ernennung sieht sie "nicht nur als große Ehre, sondern auch als große Herausforderung, die nur im Team zu bewältigen ist".

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