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Zuletzt aktualisiert: 17.04.2012 um 21:00 UhrKommentare

Wer Schmerzen hat, kommt ins Pölstal

Tourismusverband arbeitet emsig an seiner Vision "Schmerzzentrum Pusterwald". Gestern waren EU-Projekt und touristische Aktivität rundum in Ober- zeiring im Fahrtwind.

Foto © Oberrainer

Wer Schmerzen hat, geht meist zum Arzt. Kommen die Schmerzen wieder, kommt der Patient wieder. Und das nächste Medikament. Symptome gehen, Ursachen bleiben. Wer Schmerzen hat, kommt nach Pusterwald: So im Pölstal die Vision, die nun konkretere Formen annimmt, wie Bürgermeister und Touristiker Christian Czerny gestern in Oberzeiring ausführte. Seit 2006 operiert Czerny an einem "Schmerzzentrum Pusterwald", welches österreichweit Leitprojekt wäre - gibt es die nächste derartige Institution doch erst im deutschen Bad Mergentheim.

80.000 Euro, die Hälfte davon EU-gefördert, sind für eine erste Projektphase budgetiert, die Ausschreibung bezüglich der Vergabe an ein künftiges betriebsführendes Unternehmen läuft. "Wesentlich ist das medizinische Konzept, um den Hauptverband der Sozialversicherungsträger zu überzeugen", weiß Czerny. Überhaupt will sich das Pölstal, sieben Gemeinden stark, als "Gesundheitstal" positionieren, hat dazu einen Bundes- und Landessieg im Arztkoffer und das Interesse des deutschen Privatsenders RTL.

Glänzend

Der Tourismusverband selbst hat sich mit seinem seit fünf Jahren amtierenden Obmann und einem neuen Team therapiert, zumindest beim Rückblick auf das Jahr 2011 und seine Nächtigungen bleibt Christian Czerny schmerzfrei: "Wir haben eine glänzende Bilanz." 67.830 Nächtigungen sind ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zu 2010. Vor allem das Sommerhalbjahr lockt immer stärker Gäste an - bevorzugt aus Nieder- und Oberösterreich wie aus der Steiermark selbst. Der Urlaub am Bauernhof zeigt Wirkung, der Ausbau des Kurhotels, der Ring. Nicht zu vergessen die Monteure der Zellstoff Pöls AG als größter Arbeitgeber, auch die brauchen welche der 144.000 Betten. Freilich, die Kreischbergler bilanzieren 400.000 Nächtigungen, aber "wir sind stolz auf 68.000", weiß Czerny, dass man bezüglich Auslastung im Steiermark-Trend liegt.

Erdig

Die Marketinglinie würde passen, an der Hebung der Qualität und Markenbildung darf weiter gefeilt werden. Ockererdiges Braun und freundliches Grün symbolisieren eine naturnahe Region. Es gibt neue Wanderführer, "klass zum Einstecken", es gibt einen Schibus-Sammeldienst ab St. Johann am Tauern, und als Pilotprojekt gibt es ab Mai fünf "angemietete" Elektrofahrräder (E-Bikes). Ein Pölstal-Kulinarium soll Gusto auf herzhaft gedeckte Tische machen.

Dass der Aufwind zwischen Bretstein und Oberkurzheim auch gegen die grassierende Elektroüberdosis bläst, demonstriert man auf vielfachen Wunsch mit der Postkarte: alt und gut, aber neues Design. Perspektiven braucht die Jugend, von ganz anderen Schmerzen geplagt. Der Tourismusverband will sie ihr mit seinen Visionen eröffnen.

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