27. November 2014, 07:55 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 10.03.2011 um 20:45 UhrKommentare

"Eine vertane Chance, zu sparen"

Die Nachbesetzung des Postens eines pensionierten Fuhrhofmitarbeiters scheidet in St. Stefan die Geister: VP-Gemeindekassier Gernot Wallner ist aus Kostengründen dagegen, die SPÖ ist dafür.

Die Neuausschreibung eines Postens wegen der Pensionierung eines Gemeindemitarbeiters im St. Stefaner Fuhrhof sorgt für Diskussionen. Im Fuhrhof der Gemeinde soll wieder ein dritter Mitarbeiter eingestellt werden. Die Vorgangsweise missfällt Gernot Wallner, VP-Gemeindekassier: "Gerade in der momentanen Situation, wo an allen Ecken und Enden Sparmaßnahmen gesetzt werden, die auch die Gemeinden betreffen, könnten wir in St. Stefan hier sparen, ohne dass es jemandem wehtut", führt Wallner aus. Er schlägt vor, sich bis zum Ende des Jahres anzusehen, ob man künftig nicht vielleicht doch mit zwei fixen Mitarbeitern auskommen könnte: "Es ist wirklich die Frage, ob St. Stefan mit seiner Gemeindegröße drei Mitarbeiter im Fuhrhof braucht. Es gibt ja auch die Möglichkeit, Dienstleistungen zuzukaufen", so Wallner. Schon jetzt werde man immer wieder vom Maschinenring bei der Abwicklung verschiedener Arbeiten unterstützt - wie etwa bei der Schneeräumung im Winter. "Jeder spricht momentan von der Optimierung der Kosten. In meinen Augen ist es eine vertane Chance, zu sparen", betont Wallner.

Arbeitgeber

"Ich sehe die Gemeinde auch als Arbeitgeber. Und wenn wir im Fuhrhof Arbeit für drei Leute haben, sollen wir auch drei Mitarbeiter anstellen", erklärt Ronald Schlager, SP-Vizebürgermeister von St. Stefan. Man habe das Arbeitsaufkommen im Fuhrhof über einen längeren Zeitraum beobachtet: "Das Gemeindegebiet ist großflächig. Und ich traue mich zu sagen, dass zwei Mitarbeiter das Arbeitsaufkommen schlicht und einfach von der Kapazität her nicht zur vollen Zufriedenheit der Bevölkerung erledigen können", so Schlager. Wenn man mit zwei Leuten weiterarbeite, würde es jedenfalls Einbußen bei der Qualität und der Serviceleistung geben. "Wir greifen schon jetzt auf die Hilfe vom Maschinenring und von Landwirten zurück, etwa bei der Schneeräumung. Aber wenn es viel schneit, werden die Maschinen zur Schneeräumung natürlich gleichzeitig auch in den Nachbargemeinden gebraucht", führt Schlager aus.

Fritz Angerer, SP-Bürgermeister von St. Stefan, stößt in dasselbe Horn: "Arbeit gibt es für die Mitarbeiter vom Fuhrhof mehr als genug. In den starken Zeiten werden wir zusätzlich zu dem dritten Mitarbeiter auch noch über den Verein WBI einen Langzeitarbeitslosen anfordern, der etwa beim Rasenmähen aushilft", so Angerer. Es gehe auch darum, die ständigen Mitarbeiter des Fuhrhofs zu entlasten, die mehr als genug zu tun hätten.

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