21. Dezember 2014, 21:55 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 19.10.2010 um 20:16 UhrKommentare

"Qualität an der Montanuni würde sinken"

Bei einer Universitätsvollversammlung an der Montanuniversität Leoben wurden gestern negative Szenarien gezeichnet, wenn der Sparkurs der Bundesregierung wie angekündigt kommt.

Das Erzherzog Johann-Auditorium mit seinen 450 Sitzplätzen war bei der Universitätsvollversammlung an der Montanuni Leoben gestern bis auf den letzten Stehplatz gefüllt. Im Zentrum der Debatte stand der angekündigte Sparkurs der Bundesregierung, der auch massive, negative Auswirkungen auf die Universitäten hätte.

Einschränkungen

Hubert Biedermann, Vizerektor, umriss direkte Auswirkungen auf die Montanuni Leoben: "Sollte der Sparkurs in der vorgeschlagenen Form tatsächlich Platz greifen, fehlen uns für die Periode von 2013 bis 2015 etwa 14,8 Millionen Euro. Dies würde neben umfangreichen Einschränkungen für die Weiterentwicklung der Universität vor allem die massive Gefährdung von Arbeitsplätzen nach sich ziehen."

Lukas Volker, Vorsitzender der ÖH an der Montanuni, befürchtet hohe Qualitätseinbußen in allen universitären Bereichen für den Fall, dass das Hochschulbudget nicht erhöht, sondern sogar gekürzt wird: "Überfülltere Gruppen, längere Dauer bei der Korrektur von schriftlichen Prüfungen, weniger Plätze bei wissenschaftlichen Arbeiten und für Doktoranden wären die Folge", so Volker. Die Studiendauer würde sich länger hinziehen: "Gerade zu Beginn der Studien wäre das ein Problem. Es könnte nicht mehr so persönlich unterrichtet werden, die direkte Beziehung zwischen Studierenden und Lehrenden, die die Montanuni auszeichnet, wäre gefährdet", befürchtet Volker. Wenn die Qualität an der Universität sinke, könnte auch das Interesse von Drittmittelgebern weniger werden, in Forschung und Lehre an der Montanuni zu investieren.

Die ÖH Leoben unterstützt eine Aktion, die von der ÖH der Uni Innsbruck initiiert wurde und die auf die Durchführung eines Volksbegehrens abzielt: "Wir fordern drei Punkte. Bis 2020 sollte das Hochschulbudget zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (derzeit 1,2 Prozent) betragen. Künftig soll es Hochschulpläne geben, die unabhängig von der Politik sind sowie ein sozial treffsicheres Stipendiensystem. Momentan liegt ein Student mit Höchststipendium noch immer unter der Armutsgrenze", so Volker.

Siehe auch Thema Seiten 18/19

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