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Zuletzt aktualisiert: 02.10.2010 um 20:16 UhrKommentare

Sie bringen die "Steirische" zum Glühen

Roberto Lanzmaier aus Trofaiach und Michael Bernhard aus Leoben treten beim steirischen Harmonikawettbewerb im Fernsehen an.

Foto © Privat

Wieselflink sind sie mit ihren Fingern auf Tastatur und auf Knöpfen. Sie haben Musik im Blut. Roberto Lanzmaier aus Trofaiach (13) und Michael Bernhard (13) aus Leoben verbindet die Leidenschaft zur steirischen Harmonika und das musikalische Potenzial. Seit Jahren nehmen die Burschen Unterricht bei Gottfried Hubmann in der Musikschule Mautern: Sowohl Lanzmaier als auch Bernhard können Staatsmeister- und Landesmeistertitel an der steirischen Harmonika für sich verbuchen.

Die Musik nimmt die Burschen voll in Anspruch: "Ich übe täglich zwischen einer halben und dreiviertel Stunde. Meistens nach der Schule. Und alle zwei Wochen gehe ich in den Musikunterricht. Seit drei Jahren spiele ich außerdem Trompete", erzählt Lanzmaier. Trotzdem bekomme er Schule und Musik unter einen Hut: "Es geht sich immer alles aus. Ich bekomme keinen Stress." Für die Freunde und fürs Fußballspielen bleibe jedenfalls noch genügend Zeit. Dass er es auf dem Instrument so weit bringen wird, habe er sich nicht gedacht: "Ich bin in der Familie eigentlich der Erste, der ein Instrument richtig lernt", so Lanzmaier. Vor Wettbewerben sei er nach wie vor etwas nervös: "Jetzt geht es schon besser." Die Volksmusik habe ihm immer schon gut gefallen: "Ich höre auf dem Handy aber schon auch andere Musik."

Beim Auftritt beim steirischen Harmonikabewerb des ORF werde ihn die ganze Familie als Fanclub begleiten: "Als Pflichtstück spiele ich den Marsch der Steirer. Mein Kürstück wird der Gamskogel-Landler. Das ist mein Lieblingsstück. Schnellere Lieder sind mein Fall", so Lanzmaier. Sein Wunsch: "Ein dritter Platz wäre schon schön. Wenn sich's nicht ausgeht, macht das nichts."

Großes Vorbild

Slavko Avsenik ist das Vorbild von Michael Bernhard: "Ich höre nur Volksmusik und Oberkrainer Musik. Avseniks Stücke taugen mir", erzählt Bernhard. Sein Lieblingsstück: Slowenischer Wein. Bei dem Harmonikabewerb interpretiert er "Kugeln muaß er" als Pflichtstück. Mit dem Rainer Marsch geht Bernhard in die Kür: "Die getragenen Stücke liegen mir." Von Klein auf habe er Harmonika lernen wollen: "Weil sie so schwierig ist. Die Harmonika hat mehr Tasten als ein Akkordeon und dazu die Knöpfe. Außerdem ergibt sich bei Zug und Druck ein anderer Ton."

Auch Bernhard übt täglich eine halbe Stunde lang. Darüber hinaus spielt er in St. Peter-Freienstein Fußball im Verein: "Immer, wenn ich Zeit und Lust habe, spiele ich. Ich singe auch selbst. Vor Wettbewerben ist noch immer ein bisschen Aufregung mit dabei. Das ist wichtig, sonst nimmt man es zu locker." Unter die ersten Zwei zu kommen, ist Bernhards Ziel: "Aber ein fünfter Platz ist auch in Ordnung. So weit muss man erst einmal kommen." Als er 2007 in Sterzing den Vizestaatsmeistertitel erspielt hat, sei er von den Socken gewesen: "Das war mein erster großer Wettbewerb, und ich habe sofort den zweiten Platz gemacht." Mit dem jungen Harmonikaspieler Helmut Wolfger aus Gai und einem weiteren Musiker bildet Bernhard ein Trio. Heute, Sonntag, spielt dieses auf der Grazer Herbstmesse.

Vor dem Liveauftritt im Fernsehen haben beide Harmonikatalente Respekt: "Wenn man die Kameras sieht und sich denkt, wie viele Leute das in ganz Österreich sehen, ist das aufregend."

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ZU DEN PERSONEN

  • Roberto Lanzmaier ist 13 Jahre alt und wohnt in Trofaiach.

    Er besucht die dritte Klasse am BG/BRG Leoben Neu.

    Seit sechs Jahren spielt Lanzmaier die steirische Harmonika.

    Bei Gottfried Hubmann lernt er das Instrument seit drei Jahren.

    Michael Bernhard ist ebenfalls 13 Jahre alt.

    Er wohnt in Leoben.

    An der Europahauptschule Donawitz besucht er die vierte Klasse.

    Die steirische Harmonika spielt Bernhard seit sieben Jahren.

    Er ist von Beginn an Schüler von Gottfried Hubmann an der Musikschule Mautern.

    Am Samstag, dem 16. Oktober, haben beide von 14.45 bis 15.45 Uhr im ORF beim steirischen Harmonikabewerb einen Liveauftritt.

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