05. September 2015, 16:22 Uhr | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 17.08.2012 um 09:22 UhrKommentare

Hier bringt die Post allen was

Mit einem Kaiserfest bei Kaiserwetter wurde die Eröffnung des Postmuseums im Eisenerzer Kammerhof gebührend gefeiert. Eine neue Attraktion in der Museenlandschaft der Region.

Foto © Foto: Astrid Höbenreich

Ein zartgelber Postschlitten, eine Postkutsche, ein gesamtes kaiserlich-königliches Postamt, Federkiele, gläserne Tintenfässchen oder alte Schilder von Postämtern: Dinge, die den Betrachter zum Staunen bringen und ihn schon beim Betreten des neuen Postmuseums im Eisenerzer Kammerhof um hundert Jahre und mehr zurückversetzen.

Fritz Schwaiger, Distributionsleiter der Post für die Region Eisenerz und Initiator des Projektes, zeigte sich hocherfreut über die vielen Gäste und den Erfolg. "Als die Idee zum Postmuseum entstanden ist, haben wir bei Null begonnen. Das Museum ist der Beweis dafür, dass durch viele freiwillige Helfer und Eigeninitiative ein solches Projekt zustande kommen kann. Es muss nicht immer alles mit hohen Kosten verbunden sein", so Schwaiger. Er sei der Post-Generaldirektion Graz sehr dankbar, die das Projekt durch Leihgaben intensiv unterstütze. Viele der Exponate stammen aber auch von Sammlern aus der Region.

Christine Brunnsteiner, die das Projekt mit ihrem Verein "Wir für uns" tatkräftig unterstützt und als Dank zur "Christl von der Post" erhoben wurde: "Das Museum ist mit viel Liebe und Freude in ehrenamtlicher Arbeit entstanden, das ist eine großartige Leistung. Und es sind wahre Schätze, die hier zu sehen sind, die andernfalls unbeachtet in Kästen lägen." Für ältere Leute stelle dieses Museum eine Erinnerung dar, jungen Menschen gebe es einen wunderbaren Einblick in die frühere Zeit, betonte Brunnsteiner. Ein Raum ist übrigens für Wechselausstellungen reserviert. "Das heißt, die Exponate werden ausgetauscht, Sammler aus Eisenerz können so abwechselnd ihre postalischen Stücke der Öffentlichkeit präsentieren", ist Brunnsteiner stolz.

Unterhaltung

Gesegnet wurde das Museum von Pfarrer Anton Reinprecht, für die musikalische Umrahmung sorgten die Postmusik Graz, deren Mitglieder in historischen Uniformen aufspielten, und die Bläser der Bergmusik so wie die Hartl Musi. Ein Konzertcafe mit Gerhard Tötschinger und der Ausseer Bradl Musi sorgte für Unterhaltung der besonderen Art. Bei den jungen Besuchern stießen vor allem die Fahrten mit einer originalen, von Haflingern gezogenen Postkutsche durch den Stadtkern auf große Freude.

Mehr postalische Exponate aus der Kriegszeit versprach übrigens Christian Höllerbauer, Personalvertreter der Postgewerkschaft: "Ich werde sie in den nächsten Tagen vorbeibringen. Eisenerz hat es sich verdient, ein solches Museum beheimaten zu dürfen."

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