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Zuletzt aktualisiert: 05.07.2012 um 20:30 UhrKommentare

Postbusfahrplan: "Liste des Kahlschlags"

Mit 9. September werden die steirischen Postbuslinien um rund 600.000 Kilometer gekürzt. Nun stehen die Details fest. Ärger bei Pendlervertretern.

Foto © EDER

GRAZ/LEOBEN. Es ist eine Liste des Kahlschlags, eine Attacke auf die Bürgerinnen und Bürger der Steiermark", ärgert sich Gewerkschafter Franz Gosch, Obmann der Pendlerinitiative. "Es ist ein schonender Eingriff bei Doppelgleisigkeiten, bei Randzeiten und an Wochenenden", verteidigt Helmut Starzer, Postbus-Regionalmanager in der Steiermark.

Tatsache ist: Die Postbus AG reduziert ihr Angebot weiter. Schon im Vorjahr wurden landesweit 250.000 Kilometer gekürzt, mit Schulbeginn im September folgen weitere 600.000 Kilometer (die Kleine Zeitung berichtete). Das sind rund vier Prozent des Gesamtangebotes.

Nun sind die Änderungen und Einsparungen auch auf der Homepage des Verkehrsverbundes (www.verbundlinie.at) ersichtlich - und es trifft dabei die gesamte Steiermark, von Fürstenfeld bis Grundlsee. Im Bezirk Leoben sind in allen Gemeinden Kurse, vor allem in der Früh, am Vormittag und am Abend von Einstellung oder Veränderungen betroffen. Und das soll schon alles mit dem ersten Schultag am 9. September in Kraft treten. Es gibt aber auch einige wenige neue Kurse und zeitliche Veränderungen bei den Abfahrts- und ankunftszeiten, die eine Verbesserung bei Anschlüssen nach sich ziehen sollen.

"Wir haben jeden Kurs geprüft, haben uns die Fahrgastzahlen genau angeschaut", erklärt Starzer. Mit Ausschlag gebend für die Kürzungen seien ein Schülerrückgang und extrem hohe Treibstoffkosten. Laut ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch seien "einige unwirtschaftliche Kurse" durch das Land nicht mehr bestellt worden.

Weitere Einsparungen, etwa mit Jahresende, seien aus derzeitiger Sicht ausgeschlossen. Gosch aber fürchtet weitere Kürzungen. "Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wird man uns wohl ein weiteres Ei legen", erklärt er doch sehr skeptisch. Er fordert nun auf jeden Fall einenübergreifenden Schulterschluss von Pendlerinitiative, Gewerkschaft, Schüler- und Elternvertretern.

Gosch ärgert sich aber auch darüber, dass mit 1. Juli die Tarife bei Bahn und Bus um bis zu acht Prozent angehoben wurden. "Für ein zusammengekürztes Angebot dürfen die Menschen mehr bezahlen." Und er spricht sich vehement gegen eine Umweltzone in Graz, die auch viele Pendler aus der Region betreffen würde, aus. THOMAS WIESER

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