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Zuletzt aktualisiert: 22.05.2012 um 20:25 UhrKommentare

Frost vernichtete Kulturen: Schadenshöhe wird ermittelt

Erst jetzt wird das volle Ausmaß der Schäden in der Landwirtschaft des Bezirks Leoben deutlich, die durch den Frost in der Nacht von 17. auf 18. Mai entstanden sind.

Foto © KK

"Wir haben immer wieder, auch noch Anfang Juni, bei der Schafskälte leichte Fröste gehabt, aber so stark, wie sie jetzt waren, noch kaum", erklärt Robert Hafellner, Obmann der Land- und Forstwirtschaftskammer Leoben. Die Frostschäden seien vor allem bei den Erdbeerkulturen, beim Mais und bei Kürbissen massiv. Betroffen sind auch Erdäpfel und Christbäume. "Punktuell ist der ganze Bezirk betroffen. Besonders arge Schäden gibt es im Großraum Trofaiach, im Liesing- und oberen Murtal", so Hafellner.

Keine Erdbeeren

Für die Erdbeeren gibt es gar keine Chance mehr, neue zu pflanzen. Das heißt, dass es heuer im Bezirk keine geben wird. "Ich habe seit 30 Jahren Erdbeerkulturen, und es gab immer wieder Frostschäden, aber noch nie waren sie so flächendeckend", erklärt Hafellner. Beim Mais bestehe die Chance, nachzusetzen. "Es ist zwar schon spät, das heißt, dass der Mais später reifen wird, und auch bei den Erdäpfeln besteht die Möglichkeit, dass sie noch einmal austreiben. Allerdings ist zu befürchten, dass die Ernte geringer ausfallen wird", so Hafellner. Bei den Christbäumen sei es so, dass die Bäume zwar nicht kaputt seien, die Optik aber sehr durch die Frostschäden leide. Vor allem dann, wenn diese einseitig seien oder den Quirl betreffen. "Solche Christbäume lassen sich nicht mehr verkaufen", so Hafellner. Schäden gebe es aber auch in der Forstwirtschaft. Da seien die Auswirkungen nicht ganz so arg. Allerdings verzögere sich der Zuwachs um ein Jahr. Warum die Frostschäden so massiv ausgefallen sind, erklärt Hafellner so: "Es war heuer viel zu früh sehr warm, alle Kulturen sind förmlich explodiert. Deshalb die großen Schäden."

Gemeinsam mit den Land- und Forstwirten sei er gerade dabei, die Schadenssumme zu ermitteln. Allerdings sei diese nicht durch den Katastrophenschutz gedeckt.

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