28. November 2014, 01:30 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 23.04.2012 um 22:16 UhrKommentare

Werksbad soll geschlossen bleiben

Sicherheitsbedenken und hohe Investitionen würden keine Öffnung des Donawitzer Bades erlauben.

LEOBEN. Mitten in den Vorbereitungsarbeiten für den Start in die neue Badesaison - die am Samstag, dem 5. Mai, hätte beginnen sollen - wurde der Stadtgemeinde Leoben das Ergebnis eines Gutachtens - welches routinemäßig von Zeit zu Zeit in Auftrag gegeben wird - über das Bad Donawitz übermittelt.

Darin wies Gutachter Karl Pfeiffer eindringlich darauf hin, dass die Sicherheitseinrichtungen im Umfeld der Chlorgasanlage der Badeanlage sofort adaptiert werden müssen, um einen ungefährdeten Badebetrieb aufnehmen zu können. Mit den bestehenden Anlagen darf das Werksbad Donawitz nicht geöffnet werden. Dies würde eine sofortige Investition von 70.000 Euro bedeuten. Zudem müsste die Wasseraufbereitungsanlage umgehend erneuert werden, da diese in nächster Zeit aufgrund eines sich anbahnenden technischen Gebrechens nicht mehr zu reparieren sei, was eine weitere Investition von 220.000 Euro nach sich ziehen würde.

600.000 Euro

"Wenn schon notwendige Investitionen in der Badeanlage getätigt werden, sollte die Anlage gleichzeitig auch auf einen zeitgemäßen Standard gebracht werden", so der Gutachter, was eine weitere Investition von 310.000 Euro bedeuten würde, wodurch sich insgesamt eine Investitionssumme von 600.000 Euro ergibt. "Das Ergebnis dieses Gutachtens trifft natürlich nicht nur mich hart. Wir hatten damit gerechnet, dass es im Bad Donawitz die eine oder andere Reparatur wird geben müssen, dass es zu so einem vernichtenden Ergebnis gekommen ist, war nicht absehbar. Wir haben im Budget 2012 die Zuschusssumme für den laufenden Badebetrieb von 147.400 Euro eingeplant gehabt. Was jetzt für Summen auf den Tisch gekommen sind, erscheint für eine gesicherte finanzielle Zukunft - auch einer finanzstarken - Stadt als nicht mehr vertretbar", so Leobens Bürgermeister Matthias Konrad. "In Zeiten knapper werdender Budgets, in denen manche Kommune ihre Pflichtaufgaben nicht mehr erfüllen kann, wäre es unverantwortlich, wenn wir eine Investition von 600.000 Euro für eine Badeanlage tätigen würden, die täglich von maximal 115 Badegästen bei durchschnittlich 105 Betriebstagen frequentiert wird. Es gibt Gemeinden und Städte, die gar keine Badeanlage mehr betreiben können beziehungsweise die einzig bestehende Badeanlage schließen mussten. Wir haben das Glück, dass wir mit dem Asia Spa über eine moderne Bade- und Wellnessanlage verfügen", so Leobens Finanzstadtrat Harald Tischhardt.

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