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Zuletzt aktualisiert: 06.04.2012 um 08:17 UhrKommentare

Steiermark: 250 Kilometer Landstraße im Argen

Straßensanierung: Experten gaben Teilstücken sogar die Note 6 ("äußerst schlecht"). Heuer fehlen knapp 57 Millionen Euro. Finanzlandesrätin dreht den Geldhahn jedoch nicht auf.

Foto © KK

Kleine Revolte gegen Rumpelpisten: Unterstützt von Industrie und Gewerkschaft sammeln die Autofahrerklubs nun Unterschriften für ordentliche steirische Straßen. Wie berichtet, wird der Zustand von 40 Prozent der Landesstraßen, umgerechnet rund 2000 Kilometer, von Experten mit "sehr schlecht" (Note 5) bewertet. Damit nicht genug: Für rund 250 Kilometer gab es sogar die Note 6 ("äußerst schlecht"). Entsprechend laut ist der Ruf nach mehr Geld. Für die Erhaltung fehlen 34 Millionen Euro, klagen die Initiatoren von "Stop dem Crash-Sparen bei unseren Straßen".

Tatsächlich ist die Lücke noch größer. Der letzte Winter hat in der Ober- und in Teilen der Weststeiermark derart große Fahrbahnschäden angerichtet, dass man 15 Millionen Euro für Reparaturen benötigen würde. Im Budgettopf sind aber lediglich drei Millionen. Berücksichtigt man noch Maßnahmen bei Brücken, Stützmauern oder Tunnel, fehlen laut Verkehrsressort (FP-Landesrat Gerhard Kurzmann) im Straßenbau heuer knapp 57 Millionen Euro.

Prioritätensetzung

Finanzlandesrätin Bettina Vollath (SPÖ) winkt aber ab. Es "liegt an Kurzmann, diese Prioritätensetzung im Sinne aller, die auf die steirischen Straßen täglich angewiesen sind, bestmöglich vorzunehmen." Dem Landesrat hätte man genau aus diesem Grund völlige Bewegungsfreiheit innerhalb seines Verkehrsbudgets zugestanden. Anders gesagt: Mehr Geld gibt es nicht, das Ressort könnte aber intern umzuschichten.

Gerhard Graßegger (Vorsitzender Bauindustrie) warnt unterdessen, dass die Gemeinden zunehmend Gewichtsbeschränkungen auf ihren desolaten Straßen einführen (müssen). In St. Lambrecht, Oberwölz, Schönberg-Lachtal, Koglhof, Mooskirchen, Eisenerz, St. Lorenzen bei Knittelfeld und Greisdorf sei dies mittlerweile der Fall.

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