25. November 2014, 23:06 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 um 17:10 UhrKommentare

Schüler gingen "böllern": fast 300 Ladendiebstähle verübt

12 Jugendliche aus Leoben begingen in der Bezirkshauptstadt beinahe 300 Ladendiebstähle. Die Geschädigten bemerkten die Taten oft überhaupt nicht.

Foto © Scheriau

Getränke, Spirituosen, Naschzeug, Nahrungsmittel, Kosmetikartikel, Bekleidung, Schuhe und Elektronikartikel: In Geschäften quer durch alle Branchen bediente sich die Jugendbande aus Leoben. Ein bis zwei Ladendiebstähle pro Tag begingen die zwölf Schüler zwischen 31. Dezember 2010 und 25. Mai 2011 im Schnitt. Insgesamt kamen Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren - vier von ihnen waren zum Tatzeitpunkt noch unmündig - 257 Ladendiebstähle. Der Wert der Beute beträgt insgesamt rund 5000 Euro.

Aufgrund eines Hinweises, wonach eine Jugendbande bestehen würde, die bereits Hunderte Taten begangen habe, waren Beamte der Leobener Polizeiinspektion Josef-Heißl-Straße den Beteiligten auf die Spur gekommen.

Stehlen war normal

Für die Schüler war es selbstverständlich, durch die Geschäfte zu ziehen und allerhand mitgehen zu lassen - das nannten sie "böllern". Gegenüber der Polizei gaben sie deshalb auch unverfroren ihre Taten zu. Allerdings zeigten sie dabei keine Reue, sondern waren auf das lange Diebstahlregister sogar noch stolz. Laut Polizei zeigten sie überhaupt kein Unrechtsempfinden.

Seit Ende Dezember agierte die Bande immer wieder in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Einige Mitglieder sollen vom Bandenchef sogar zum Stehlen gezwungen worden sein, weshalb auch der Verdacht der Nötigung im Raum steht. Die Artikel haben die Jugendlichen zum Teil für sich selbst gestohlen, vieles wurde aber auch im Freundes- und Bekanntenkreis verkauft.

Aufgrund geringer Kooperationsbereitschaft mancher Geschädigter war langwierige Ermittlungsarbeit vonnöten, um die Taten zu klären. Laut Polizei habe sich das Interesse an der Klärung der Ladendiebstähle bei manchen Geschäften in Grenzen gehalten. Einige Betroffene wussten nicht einmal, dass sie überhaupt bestohlen worden waren.

Die Jugendlichen sind geständig und haben Schadenswiedergutmachung zugesagt.

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