27. November 2014, 15:38 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 um 07:37 UhrKommentare

"Stübing ist nun direkt am Puls des Geschehens"

Das Land hat diese Woche das Freilichtmuseum Stübing übernommen. Museumsdirektor Egbert Pöttler ist erleichtert. Gefeiert hat er aber nicht - dafür aber große Pläne geschmiedet.

Foto © Österr. Freilichtmuseum/Presse

Herr Pöttler, seit Jahren ist die Zukunft Stübings unsicher, jetzt gibt es ein Bekenntnis. Wie geht es Ihnen?

EGBERT PÖTTLER: Ich bin sehr dankbar für diese klare Entscheidung. Das Kuratorium hat am Mittwoch entschieden, dass fortan alle Mitglieder aus der Steiermark kommen. Das Land übernimmt also. Ich freue mich auch darüber, dass ein Konsens gefunden wurde und niemand verbittert ist.

Was ändert sich eigentlich jetzt?

PÖTTLER: Erstens befinden wir uns jetzt in einer Art Aufbruchstimmung. Außerdem: Alle Entscheidungen werden nun viel schneller gefällt. Wir sind direkt am Puls des Geschehens.

Es ist bereits die Rede von E-Bikes durchs Museum, einem zweiten Eingang, um schneller im Stift Rein zu sein, mehr Events - worum geht es Ihnen noch?

PÖTTLER: Wir brauchen eine S-Bahn-Station direkt vor unserem Eingang. Es kann nicht sein, dass die Leute vom Bahnhof 25 Gehminuten bis zum Museum zurücklegen müssen. Wir haben hier ein Infrastrukturproblem.

Was darf man sich heuer anlässlich des 50-jährigen Jubiläums noch erwarten?

PÖTTLER: Es wird mehr Kinderprogramme geben, aber über konkrete Events wurde noch nicht gesprochen. Es gibt da aber viele internationale Beispiele, wo man sieht, wie attraktiv so eine Einrichtung sein kann.

Zum Beispiel ...

PÖTTLER: In Ballenberg ist das zentrale Freilichtmuseum der Schweiz. Das ist ähnlich erfolgreich, hat aber ein viel höheres Grundkapital. Da gibt's Tiere, mehr Veranstaltungen und man ist in den Tourismus integriert.

Und Stübing nicht?

PÖTTLER: Für überregionale Bewerbung fehlte uns bisher das Budget. Aber ich denke, da ist vieles möglich. Gerade Gäste aus Übersee sind ja sehr interessiert an Traditionspflege.

Voriges Jahr kamen 61.500 Besucher. Was peilen Sie an?

PÖTTLER: Ich denke 100.000 sind durchaus machbar.

Haben Sie die Mittwoch-Entscheidung gefeiert?

PÖTTLER: Ich bin kein Mensch, der gern feiert, außerdem bin ich Antialkoholiker. Aber ich war natürlich erleichert. Stübing ist einzigartig und bietet große Chancen für die gesamte Region. Jetzt werden vor allem laufend Gespräche geführt.

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