28. November 2014, 04:13 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 26.03.2011 um 20:55 UhrKommentare

Glasschäden durch Sprengung der Fliegerbombe

Verletzt wurde niemand, aber viele Auslagenscheiben und Fenster wurden durch die Sprengung einer Fliegerbombe am Grazer Hauptbahnhof zerstört. Ein Lokalaugenschein.

.Foto © APA

Auslagenscheiben sind zerborsten, Deckenelemente hängen in der Annenpassage gefährlich über den Köpfen der Arbeiter, die Front des Bahnhofes ist nur noch zur Hälfte verglast. Bombenschäden, mitten in Graz.

Im gesamten Stadtgebiet war Freitagnacht die Detonation der 250-Kilo-Fliegerbombe, in der sich rund 130 Kilogramm Sprengstoff befunden hatten, zu hören. 800 Meter weit flogen kleine Bombenbruchstücke durch die Luft. "Ein Teil wurde sogar einen Kilometer entfernt am Lendplatz gefunden", schildert Wolfgang Hübel, Leiter des Sicherheitsmanagements der Stadt Graz.

Bei der Polizei türmen sich die Schadensmeldungen, vor allem wegen Glasbruchs. Bis eine Gesamtsumme feststeht, dürfte es noch Tage dauern. Ob Mittel aus dem Katastrophenfonds für die Schadensbehebung aufgewendet werden können, wird seitens der Stadt Graz geprüft.

Den ganzen Tag über - teilweise ab 1 Uhr früh - wurde rund um den Hauptbahnhof repariert und aufgeräumt. So auch im Bahnhofsgebäude selbst, wo an der Front neben zahlreichen Glasscheiben auch die erst vor wenigen Wochen reparierte Uhr zerstört wurde. Auch das Verkehrschaos - ausgelöst durch die notwendige Evakuierung - war ein Thema. "47 Nah- und 20 Fernverkehrszüge sowie 28 Güterzüge sind ausgefallen. Durch die reibungslose Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften wurde aber sichergestellt, dass niemand verletzt wird", sagt ÖBB-Sprecher Walter Mocnik.

Besonders stark betroffen ist das Hotel Daniel am Europaplatz direkt neben dem Fundort der Bombe. Sieben Auslagenscheiben zerbarsten, an Hotelzimmertüren wurden Schlösser herausgedrückt. "Vieles wurde bereits in der Nacht behoben, nur einige Zimmer sind kurzfristig unbewohnbar. Auf den Betrieb hat das keine spürbaren Auswirkungen", so Hotel-Chef Florian Weitzer.

Hübel: Besonders gefährliche Bombe

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Gar keinen Umsatz machten am Samstag die Betriebe in der Annenpassage, die wegen heruntergestürzter Deckenteile gesperrt war. Viele Kunden standen vor verschlossenen Toren - zu ihrer eigenen Sicherheit. Zerbrochene Fenster musste auch der Neffe einer Wohnungsbesitzerin in der Mohsgasse provisorisch reparieren. "Ich war die Letzte in meiner Straße, die evakuiert worden ist", so die Pensionistin. Als die 84-Jährige gegen 23 Uhr zurückkehrte, waren mehrere Fenster kaputt.

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