Zuletzt aktualisiert: 02.02.2011 um 17:34 UhrKommentare

"LKH 2020 und Med-Campus sind künftige Schwerpunkte"

Josef Smolle, der amtierende Rektor der Medizinischen Universität Graz (MUG), wurde am Mittwoch einstimmig bis 2016 wiedergewählt.

Foto © Scheriau/Archiv

Herzliche Gratulation zu Ihrer einstimmigen Wiederwahl als Rektor der Medizin-Universität Graz. Was sind die Schwerpunkte der nächsten Zeit an der Medizin-Uni und welche Baustellen gibt es?

JOSEF SMOLLE: Ich freue mich über diesen Beschluss und wir werden den konstruktiven Weg der exzellenten Zusammenarbeit mit den anderen Universitäten fortsetzen. Baustellen im engeren Sinn sind das LKH 2020 und der neue Campus, aber hier ist alles gut auf Schiene. Wir sind dabei, für das Personal die Laufbahnentwicklung zu forcieren und wollen die neue Zusammenarbeit mit der Kages mit Leben erfüllen. In der Forschung wollen wir die wissenschaftliche Sichtbarkeit verbessern und eine Profilbildung mit Augenmaß vornehmen.

Schon jetzt im Herbst droht eine Abiturientenschwemme aus Deutschland. Was bedeutet das für die Medizin-Uni Graz?

SMOLLE: Wir haben zum Glück die Quotenregelung, bei der nur 20 Prozent mit EU-Ausländern besetzt werden können. Wir sind also dem Ansturm nicht ungefiltert ausgesetzt. Die Quotenregelung ist wichtig, damit wir für künftige heimische Ärzte genug Studienplätze haben. Im Bereich der Gesundheits- und Pflegewissenschaften könnten wir allerdings vom Andrang betroffen sein.

Zurück zu den Bauprojekten. Wie sehen die Zeitpläne aus?

SMOLLE: Für den Campus wird derzeit an der Vorausplanung gearbeitet, wir sind völlig im Zeitplan. Der Baubeginn des ersten - größeren - Bauabschnitts ist für 2013 vorgesehen, der Bezug 2015. Beim Projekt LKH 2020 sind wir im Bereich der Blutbank, der Zahnklinik und des Chirurgieturms inklusive Radiologie sehr weit, die Verträge sind unterschrieben.

Können sich hier Sparmaßnahmen auswirken?

SMOLLE: Es gibt eine klare Zusage von Bund und Land zu diesen Projekten. Die Landes-Sparmaßnahmen treffen uns als Bundesinstitution nicht unmittelbar, aber mittelbar werden wesentliche Teile des Gesundheitswesens davon berührt.

Was halten Sie von den - zum Teil sehr teuren - Paukkursen für Mediziner?

SMOLLE: Wir distanzieren uns ausdrücklich davon. Alle Lernunterlagen sind bei uns öffentlich zugänglich, und erstmals gibt es heuer im Internet einen Probetest.

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