27. November 2014, 15:34 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2011 um 06:54 UhrKommentare

Mördersuche beginnt von vorne

Spurenauswertung ergab: Waldmensch Fritz Osterbauer (48) kommt für den Mord an der Bäuerin Maria Piribauer (71) nicht in Frage. Kripo ermittelt jetzt auch wieder im Umfeld des Opfers.

Foto © APA

Mehrere Wochen hat die Sicherung und Auswertung der Spuren in Anspruch genommen. Jetzt steht fest: Waldmensch Fritz Osterbauer scheidet als Mörder von Maria Piribauer aus. Die Landwirtin starb am 26. November 2010 in ihrem Bauernhaus bei Kirchberg am Wechsel durch zahlreiche Messerstiche.

Mordversuch

Weil sich der Karlau-Freigänger Fritz Osterbauer nach dem brutalen Mordversuch an einer Prostituierten in einem Grazer Laufhaus ins Wechselgebiet abgesetzt hatte, geriet er im Fall Piribauer sofort unter Mordverdacht. Am 27. November 2010 wurde er nahe seines Elternhauses in Kirchschlag, etwa 30 Kilometer vom Gehöft Piribauer entfernt, festgenommen.

Doch bald schon bekamen die niederösterreichischen Mordermittler Zweifel an der Täterschaft des Waldmenschen. Osterbauer gab zu, am 20. November in Graz der 29-jährigen Bulgarin Magdalena D. mit einem Stanlymesser den Hals durchtrennt zu haben. Das Opfer überlebte. Osterbauer nannte auch das Motiv: verschmähte Liebe. Den Mord an Maria Piribauer hingegen bestritt er entschieden.

Im Bauernhaus Piribauer wurden Dutzende Spuren gesichert und ausgewertet. Von Osterbauer sei keine einzige dabei gewesen, so Oberst Franz Polzer, Chef des niederösterreichischen Landeskriminalamtes. "Wir haben nichts, was gegen Osterbauer spricht." Die Kripo ermittelt jetzt in alle Richtungen. Es sei alles offen, heißt es seitens der Mordermittler. Auch das Umfeld der ermordeten Bäuerin wird noch einmal durchleuchtet.

Wie berichtet, war der Mord von zwei Brüdern des Opfers entdeckt worden. Sie waren ihren Angaben zu Folge im Wald mit Holzarbeiten beschäftigt gewesen, während ihre Schwester getötet wurde. Als sie zum Mittagessen kamen, fanden sie die Leiche. Die Tote lag im "Stüberl" des Bauernhauses und wies mehrere Messerstiche auf.

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