27. November 2014, 14:27 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.02.2013 um 21:38 UhrKommentare

Grazer Firma führend bei elektronischen Preisschildern

Das elektronische Preisschild ist aktuell eines der attraktivsten Produkte für den Handel. Eine Grazer Firma dominiert den österreichischen Markt und will weltweit für Furore sorgen. 2010 gegründet, hat das Unternehmen bereits 2012 sechs Millionen Euro umgesetzt.

Foto © IMAGOTAG

Im Handel geht eine Ära zu Ende. Und zwar jene der fein säuberlich auf Papier gedruckten Preisschilder, die bei jeder von der Konzernzentrale beorderten Preisänderung schnellstmöglich händisch ausgetauscht werden müssen.

In Zukunft wird das alles elektronisch passieren. Ein Klick in der Hauptgeschäftsstelle und der neue Preis scheint nur einen Sekundenbruchteil später neben dem gewünschten Produkt in allen Filialen des Händlers auf.

Ein mittlerweile sehr großer Teil dieses Kulturwandels im Handel ist die Grazer Firma Imagotag. 2010 gegründet, hat das Unternehmen bereits 2012 sechs Millionen Euro umgesetzt - mit eben jenen "elektronischen Preisauszeichnungen". Die Grazer bieten hochauflösende Displays an, die nur mit Batterie, ohne externe Stromlösungen, funktionieren. "Unsere Batterien haben fünf Jahre Lebensdauer - gerechnet bei etwa vier Preisänderungen pro Tag". Michael Moosburger hat gemeinsam mit seinem Partner Andreas Rössl vor drei Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und setzt seitdem völlig auf den neuen Markt. Weltweit gibt es laut Moosburger "fünf ernst zu nehmende Unternehmen", die sich in dieser Branche bewegen.

Die Grazer gelten mit ihren Produkten als technologischer Marktführer und haben in Österreich etwa jede Billa-Filiale mit ihren Preisschildern ausgestattet. Das grafische Display kennt man von E-Book-Lesegeräten, die Signale werden über Schnurlos-Technologien (vergleichbar mit W-Lan) übertragen. Je nach Bedarf kann man nur den Preis oder den Preis und Zusatzinformationen auf das Display schicken. Zudem hat die Firma eine Fotovoltaik-Zelle in Entwicklung, die schon heuer im zweiten Quartal die Batterien ersetzen könnte.

Dass der Kunde durch zu einfach gemachte Preisänderungen im Endeffekt draufzahlen könnte, glaubt Moosburger nicht. Zu stark sei im Handel der "Preisdruck nach unten".

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Die Firma

  • Imagotag wurde 2010 von Michael Moosburger und Andreas Rössl gegründet.

    Das Unternehmen spezialisierte sich auf elektronische Preis- auszeichnung.

    Bereits 2012 verzeichnete Imagotag einen Umsatz von etwa sechs Millionen Euro (Umsatzziel 2013: acht bis zehn Millionen Euro) und schrieb ein positives Betriebsergebnis.

    Über zwei Millionen Euro hat Imagotag bisher in Forschung und Entwicklung investiert, 15 Mitarbeiter werden beschäftigt.

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