20. Dezember 2014, 22:50 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.01.2013 um 14:57 UhrKommentare

Lena Hoschek entführt nach Russland

Russische Folklore mit Punk-Attitüde hat es zum Auftakt der 12. Berliner Modewoche gegeben: Die Österreicherin Lena Hoschek, von deutschen Medien schon vorab als Liebling der Fashion Week gehandelt, schwelgte wie gewohnt in folkloristischen Farben und weiblichen Formen.

Foto © Foto: APA

Die für ihren Retro-Stil bekannte gebürtige Grazerin ist ihrer Leidenschaft für den Stil der Filmstars der 40er- und 50er-Jahre treu geblieben. Dabei enthält auch ihre neue Winterkollektion 2013/14 neben Handwerkskunst und nostalgischen Mustern wieder eine gehörige Portion Ironie und Pfiff, ganz nach Hoscheks Motto: Punk, Rock n’ Roll, Tattoos, böse Buben und schnelle Autos: Zu sehen waren u.a. figurbetonte Kleider mit bunten Blumenmustern wie von Omas Bettbank oder von russischen Matroschkapüppchen inspiriert, dazu gehäkelte Spitzenkragen und altmodische Schnürstiefel in Schwarz und Knallrot.

Alte Trachten standen für die Russland gewidmete Winterkollektion Pate, mit üppigen Stickereien und luxuriösen Stoffen wie Brokat. Zu den femininen Kleidern mit schmaler Taille und weitschwingenden Röcken trugen die Models zerrissene Netzstrümpfe. Auch zu Karomustern wurden die typischen knallbunten Tücher mit Rosenmustern kombiniert. Blumendessins dominierten aber auch die Modelle aus durchbrochener Spitze und durchsichtigem Tüll. Die Models trugen geflochtene Aufsteckfrisuren a la Julia Timoschenko und schwarzen "Schwalbenschwanz"-Lidstrich. Bewundert wurde Lena Hoscheks Mode auch von Promis: In der ersten Reihe saßen die deutschen Models Franziska Knuppe und Johanna Klum, auch US-Choreograf Bruce Darnell wurde gesehen.

"Liebling" der Fashion Week

"Lena Hoschek ist der Liebling der Berliner Fashion Week", schrieb die "Berliner Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). Seit dem Sommer 2009 ist die Österreicherin mit Ateliers in Wien und Graz sowie einem Store in Berlin jede Saison in der deutschen Hauptstadt mit dabei. "Und wenn es einen Schwarm, ein Herzblatt dieser Modewoche gibt, dann ist sie es", so das Blatt. "Alle lieben Lena Hoschek", hat auch der Kultur-Spiegel gerade geschrieben.

Den Auftakt machte kurz zuvor der junge Designer Hien Le. Er zeigte bei der ersten Laufstegschau eine minimalistische Kollektion und viel Wollweiß. Gleichzeitig mit den Laufstegschauen am Brandenburger Tor eröffnete am alten Flughafen Tempelhof die Bread & Butter, Messe für Straßen- und Stadtkleidung. In sechs Hangars zeigen rund 600 Aussteller alltagstaugliche Mode von Jeans bis zur Jogginghose.

Mit mehr als einem Dutzend Einzelmessen ist die Modewoche diesmal so groß und lang wie noch nie. Die Modemesse Premium feiert mit 900 anspruchsvollen Markenkollektionen ihr zehnjähriges Bestehen. Neu am Start ist die Schau Panorama, die mit 350 Kollektionen auf 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche nach Angaben von Messechef Jörg Wichmann die Lücke zwischen Avantgarde und Streetwear schließen will - mit einem klaren Focus auf Business.

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