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Grazer Autor Klaus Hoffer wird 70

Der Grazer Autor Klaus Hoffer feiert am kommenden Donnerstag seien 70er. Mit seinem einzigen Roman "Bei den Bieresch" gelang ihm ein großer Wurf.

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Dem Grazer Autor Klaus Hoffer gelang mit seinem einzigen Roman "Bei den Bieresch" ein großer Wurf: Das zweiteilige Werk machte ihn nicht nur schlagartig bekannt, sondern zog auch den Rauriser Literaturpreis nach sich, dem noch mehrere Auszeichnungen folgen sollten. Aus Hoffers Feder stammen außerdem die Erzählung "Am Magnetberg" sowie einige literaturhistorische Arbeiten. Zuletzt erschien 2008 der Essayband "Die Nähe des Fremden". Am kommenden Donnerstag (27.12.) feiert der Schriftsteller seinen 70er.

Klaus Hoffer wurde am 27. Dezember 1942 in Graz geboren, wo er Germanistik, klassische Philologie und Kunstgeschichte studierte. Nach einem USA-Aufenthalt 1964/65 promovierte er 1970 mit einer Arbeit über Franz Kafka. Er arbeitete als Journalist und Werbetexter, bevor er an einem Grazer Gymnasium bis zu seiner Pensionierung 2002 unterrichtete. Hoffer schrieb für die Literaturzeitschrift "manuskripte" und wurde 1979 mit seinem Roman "Bei den Bieresch" einem größeren Leserkreis bekannt.

Das eigenwillige Werk erzählt in zwei Teilen - "Halbwegs" und "Der große Potlatsch" - die Geschichte von Hans, der in das Dorf Zick kommt und dort mit Bräuchen und Lebensformen der Bewohner konfrontiert wird, die auch bei wiederholtem Erzählen nie wirklich Sinn für ihn ergeben. 1982 erschien die Erzählung "Am Magnetberg", die in Form eines Tagebuchs einen Mann schildert, der sich auf einen Berg zurückgezogen hat und dort sein Leben rekapituliert.

Erst 2008 erschien der Essayband "Die Nähe des Fremden", in dem sich Hoffer mit der Bedeutung der Literatur und des Schreibens für sein eigenes Leben auseinandersetzt. Ebenfalls Essays enthält das 1991 erschienen Werk "Pusztavolk". Daneben war Hoffer als Übersetzer tätig. Neben Joseph Conrads "Lord Jim", "Die Captain-Conrad-Casetten" und "Almayers Luftschloss" übertrug er Arbeiten von Nadine Gordimer, Kurt Vonnegut, Lydia Davis oder Raymond Carver ins Deutsche.

Klaus Hoffer erhielt unter anderem 1981 den Alfred-Döblin-Preis, 1986 den Literaturpreis des Landes Steiermark und 1992 den manuskripte-Preis.

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