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Zuletzt aktualisiert: 17.11.2012 um 20:20 UhrKommentare

Grazer starb durch Substitol

Aushilfskellner wurde nach übermäßigem Konsum der Ersatzdroge Substitol in der Wohnung einer Freundin tot aufgefunden. Ermittlungen laufen.

Foto © Sujet

Kevin F. (22) ist der fünfte steirische Drogentote in diesem Jahr. Im Unterschied zu den anderen vier Opfern war er nicht drogensüchtig. Woher der Aushilfskellner die Ersatzdroge Substitol hatte, an der er gestorben war, ist ungeklärt, sagt Harald Winkler von der Mordgruppe des Landeskriminalamtes.

Kevin F., der als Aushilfskellner beschäftigt war, traf sich Freitag nach Arbeitsende mit einer Freundin. Die beiden suchten ein Lokal auf, kamen erst in den Morgenstunden nach Hause. Die Freundin bot Kevin F. im Wohnzimmer einen Schlafplatz an. Die Frau und ihr Lebensgefährte - beide sind drogenabhängig und im Ersatzprogramm - benutzten das Schlafzimmer.

Freitagnachmittag gegen 16.45 Uhr fand das Paar den 22-Jährigen in einem lebensbedrohenden Zustand. Die beiden verständigten den Notarzt, der bei seinem Eintreffen in der Wohnung in der Neuholdaugasse aber nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen konnte.

Am Samstag wurde die Leiche obduziert. Dabei stellte sich heraus, dass Kevin F. an übermäßigem Konsum von Substitol gestorben war. Das Suchtmittel hatte eine Hirnschwellung und eine Lungenlähmung ausgelöst. Zumal kein Fremdverschulden vorliegt, wurde die Leiche von der Staatsanwaltschaft zur Beerdigung freigegeben.

Die Ermittlungen der Mord- und Suchtgiftgruppe des Landeskriminalamtes gehen unterdessen weiter. Die Kriminalisten versuchen festzustellen, von wem der 22-Jährige die Ersatzdroge erhalten hat.

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