27. Dezember 2014, 19:43 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 24.10.2012 um 16:35 UhrKommentare

Graz nützt ab 2016 Fernwärme von Papierfabrik Sappi

Die Papierfabrik Sappi in Gratkorn soll künftig Fernwärme für rund 18.000 Haushalte in Graz liefern. Die enstprechende Absichtserklärung zu dem Projekt wurde am Mttwoch unterzeichnet. Der Baubeginnn ist für 2015 geplant.

Foto © Jürgen Fuchs

Die industrielle Abwärme der Papiererzeugung der Firma Sappi in Gratkorn nördlich von Graz wird ab 2016 ins Fernwärmenetz der Landeshauptstadt eingespeist und rund 18.000 Haushalte versorgen. Eine entsprechende Absichtserklärung zu diesem Projekt wurde am Mittwoch von Vertretern der Holding Graz, Sappi und der Energie Steiermark unterzeichnet. Die Baukosten betragen rund 30 Mio. Euro, Baubeginn soll 2015 sein.

Mit der verstärkten Versorgung durch Fernwärme soll auch die Emissions- und Feinstaubsituation in Graz konsolidiert werden, hieß es von Seiten des Grazer Bürgermeisters Siegfried Nagl (V) bei der Präsentation des Vorhabens am Mittwoch. Rund 46.000 Grazer Haushalte nutzen bereits Fernwärme, bis 2030 sollen 80.000 werden, so die Stadt Graz in einer Aussendung.

Für den Bau der neun Kilometer langen Fernwärmeleitung von Gratkorn nach Graz sowie die nötigen Investitionen für die Kraftwärme-Auskopplung in der Firma werden insgesamt 30 Mio. Euro veranschlagt. Die Vorarbeiten sollen bis Frühjahr 2013 laufen. Im Jahr 2014 und 2015 folgen die Abwicklung der Behördenverfahren, der Abschluss der Verträge sowie der Baubeschluss, die Ausschreibungen und die Vergabe. Geplanter Baustart ist 2015 und die Inbetriebnahme ist für Herbst 2016 avisiert.

In der Landeshauptstadt wird bereits von der Energie Graz die Abwärme im Stahl- und Walzwerk Marienhütte über eine Wärmeauskopplungsanlage genutzt. Damit beheizt man jährlich rund 8.000 Wohnungen. Für Sappi ist die Abwärmenutzung kein technisches Neuland: Laut Direktor Max Oberhumer versorge man seit 30 Jahren die Gemeinde Gratkorn und seit einigen Jahren auch Judendorf und Gratwein mit Wärme, ohne jemals einen Versorgungsengpass zu haben“. Ein Drittel der Baukosten von den insgesamt 30 Mio. Euro werde alleine in die Errichtung der Kraft-Wärmekopplungsanlage fließen.

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